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Wesel: Eselrock-Helfer feiern Montreal

Wesel : Eselrock-Helfer feiern Montreal

Das Eselrockfestival dieses Sommers ist längst Geschichte. Doch wer denkt, dass für den Rest des Jahres Ruhe angesagt ist, der irrt gewaltig. Freitagabend wurde es nämlich mal wieder richtig laut. Schätzungsweise 70 Eselrock-Helfer, aber auch viele Nichthelfer besuchten das Konzert im Jugendzentrum Karo.

"Es ist quasi die Belohnung für die tatkräftige Unterstützung", sagte Jakob Wolff, Veranstalter des Eselrock-Festivals. Für Helfer gab es am Abend freien Eintritt und Freigetränke. Den Auftakt machte die Hamminkelner Band Breaking Distance. Die fünf Jungs zwischen 17 und 19 Jahren taten sich nach einem Bandprojekt vor zwei Jahren zusammen und versuchen seither, das Publikum mit Power-Pop zu begeistern. "Trotz kleinerer technischer Probleme hat uns der Auftritt sehr viel Spaß gemacht und wir sind zufrieden", sagte Lucas Ferreira, Sänger und Gitarrist.

Nach kurzer Umbaupause ging die Insert Coin an den Start. Die Jungs aus Recklinghausen gaben von der ersten Minute an Vollgas. Harte Gitarrenriffs, treibende Rhythmen und einprägsame Refrains brachten das Publikum in Bewegung. "Wir sind zum ersten Mal in Wesel, also lasst uns feiern", rief Sänger Tim, der mit seiner Band schon europaweit unterwegs war. Inser Coin stand schon mit Punkrock-Größen wie "Anti-Flag" auf der Bühne. Ihr derzeitiges Album heißt "Heads or Tails" und wurde im Februar vom Label Monster Artists Entertainment herausgebracht.

Zum Schluss kam dann die Band, auf die sich der Großteil der Leute am meisten freute: Montreal. Nicht die kanadische Großstadt, sondern die gleichnamige, sehr bekannte deutschsprachige Punkband. 2012 war sie schon mal in Wesel beim Eselrock-Festival. So hätte für diesen Anlass keine Band besser gepasst. Sie sind momentan auf Jubiläums-Tour "10 Jahre Barfuß und Lackschuh" mit dem aktuellen Album "Malen nach Zahlen".

Das Hamburger Trio hat vier Alben produziert, seit 2011 eine eigene Plattenfirma, über 500 Konzerte und fast alle großen Festivals bespielt. Eine echte Größe im Musikgeschäft stand da also im Jugendzentrum Karo auf der Bühne. Verzerrte Gitarren, schnelle Rhythmen, provokante Texte und eine Menge Bühnenerfahrung rissen die Zuschauer mit. "Die Stimmung war wirklich gut, und es hat großen Spaß gemacht zu schauen und zu hören", sagte Tino Wilczewski (20), Schlagzeuger der Weseler Band Flash Forward.

(toha)