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Wesel: Es bleibt dabei: Maikirmes soll weichen

Wesel : Es bleibt dabei: Maikirmes soll weichen

In der von CDU-Ratsmitglied Rudi Spelmanns neu entfachten Standort-Debatte für die Maikirmes ist die CDU-Fraktion bei ihrer Meinung geblieben, den Rummel aus der Innenstadt zu verbannen.

Spelmanns hatte recherchiert, dass es angesichts von Beschwerden ausreichen würde, die Fahrgeschäfte aus der Fluthgrafstraße herauszuhalten. SPD-Fraktionschef Ludger Hovest sprang auf. Zuvor hatte er aus Furcht davor, Präzedenzfälle für andere Innenstadt-Veranstaltungen zu schaffen, die Kirmes in der City lassen wollen, war dann in der Fraktionsvorsitzenden-Runde im Gegensatz zu Bürgermeisterin Westkamp und Fraktionsvize Hornemann dann doch für den Exodus. Einen Ratsbeschluss gab es nicht, wohl den Auftrag der Politik an die Verwaltung, einen alternativen Kirmes-Standort zu finden (RP berichtete mehrfach).

"Mit der Debatte muss jetzt Schluss sein. Uns sind verlässliche und nachvollziehbare Entscheidungen für alle Beteiligten wichtig", forderte Linz, und hat dabei seine Fraktion weiter hinter sich. Aufgrund erneuter Beschwerden habe sich die Fraktion vor Wochen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und mehrheitlich beschlossen, dass ein neuer Standort gesucht werden soll.

Spelmanns altbekannter Vorschlag sei "dessen persönliche Meinung, nicht aber die Meinung der CDU-Fraktion". Interessant sei auch, dass Hovest nun plötzlich in das gleiche Horn tönt, getreu dem Motto "was kümmert mich mein Geschwätz von gestern", so Jürgen Linz. Er gehe davon aus, dass Grüne und FDP ebenfalls bei ihrer Haltung bleiben, die Maikirmes auszulagern.

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FDP-Fraktionschef Friedrich Eifert bekräftigte dies. Es müsse ein anderer Standort gefunden werden. Grundsätzlich empfehle er die Rheinpromenade. Zur Frage, ob dort im Mai (Hochwasser etc.) der Boden zu weich sei, habe er "von Experten bisher nichts gehört, sondern nur etwas von der Politik".

(RP)