Erstmals vergibt die Stadt Wesel in diesem Jahr einen Heimatpreis

Preis mit 5000 Euro dotiert : Einsatz für Heimat wird belohnt

Erstmals vergibt die Stadt Wesel in diesem Jahr einen Heimatpreis, der mit 5000 Euro dotiert ist. Einzelpersonen, aber auch Vereine und Gruppen dürfen sich bewerben.

„Heimat ist für mich der Ort, an dem ich mich wohlfühle, wo meine Familie und meine Freunde leben – und das ist bei mir Wesel“, sagt Ulrike Westkamp. Die Bürgermeisterin betont, dass ihr vor allem das Wohlfühlen dabei ganz entscheidend ist. Für andere sei dies vielleicht auch der Ort, wo jemand geboren sei. „Der Niederrhein und insbesondere die Stadt Wesel kann Heimatgefühle vermitteln“, ergänzt sie, während sie den Heimatpreis der Stadt Wesel vorstellt, der jetzt erstmals vergeben wird.

Gefördert wird der Preis in Höhe von 5000 Euro durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW. Unter dem Thema „Heimat – Zukunft – Nordrhein-Westfalen“ können Initiativen und Projekte, die lokale und regionale Identität und Gemeinschaft – und damit Heimat stärken – unterstützt werden.

„Die öffentliche Anerkennung und Wertschätzung für die geleistete Arbeit – unterstützt durch das Preisgeld – soll Personen oder auch Gruppen und Vereine belohnen“, ergänzt Westkamp. Auch wenn manche den Begriff Heimat als „rückwärtsgewandt“ bezeichnen, begreife sie ihn im positiven Sinne: „Heimat findet bei uns ihren Ausdruck in einem solidarischen Miteinander in gegenseitigem Respekt voreinander. Heimat ist das, was in unserer Gesellschaft Menschen miteinander verbindet, was einen starken Zusammenhalt in einer aktiven Bürgergesellschaft ausmacht.“

„Wir wollen Heimat weltoffen und europäisch interpretieren“, fügt Bärbel Reining-Bender vom Büro der Bürgermeisterin hinzu. Durch die neue Auszeichnung sollen insbesondere Aktivitäten in den Bereichen Verdienste um die Heimat, Erhalt, Pflege und Förderung von Bräuchen sowie Engagement für Kultur und Tradition gefördert und durch das Preisgeld honoriert werden. Jennifer Heckes vom Büro der Bürgermeisterin nennt einige Bedingungen für die Teilnahme: „Das bürgerschaftliche Engagement muss freiwillig sein und unentgeltlich – eine Aufwandsentschädigung darf nicht gezahlt werden.“ Geehrt werden können Einzelpersonen, Gruppen oder Vereine, die sich in herausragender Weise um die Pflege der Heimat, die Geschichte der Stadt Wesel, das Brauchtum in Wesel, die lokale Kultur und Tradition oder das Nachbarschaftswesen verdient gemacht haben.

„Ich hoffe, dass sich auch viele Einzelpersonen melden – auch gerne welche, die nur im Verborgenen wirken“, ermuntert Westkamp. Sie sei sicher, dass es in der Hansestadt zahlreiche Kandidaten gebe, die diesen Preis verdient haben.

(jok)
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