Wesel: Erinnerungen an Partys und Promis

Wesel : Erinnerungen an Partys und Promis

Beim Kamingespräch ging es dieses Mal um 775 Jahre Wesel und 115 Jahre Tannenhäuschen.

Plaudern in gemütlicher Atmosphäre: Zum zweiten Mal konnte jetzt das Moderatoren-Team um die Journalistin Gabi Kowalczik und den Projektleiter des Kultur-Salons, Tim Michalak, interessante Gäste zum Kamingespräch im Weseler Waldhotel Tannenhäuschen begrüßen. Dieses Mal drehte sich alles um Jubiläen. Den Anfang machte ein Rückblick auf die 775-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp nutzte die Gelegenheit, ein überaus positives Fazit zum städtischen Geburtstag zu ziehen. "Es war ein tolles Jahr und viele Bürger haben mitgemacht", so Westkamp, die auch betonte, dass der Stolz der Weseler auf ihre Stadt gewachsen sei. "Das ist ein Punkt, der bleibt, neben vielen anderen, wie etwa das Stadtmodell, die Zeitreise oder auch die gute Außenwirkung."

Auch City-Manager Thomas Brocker saß auf dem großen Sofa und schloss sich den Worten Westkamps an: "Es waren 88 offizielle Veranstaltungen und viele, viele nebenher, wie etwa Stadtführungen oder Events im Kulturspielhaus Scala". Vor allem freute ihn die große Bandbreite der Angebote und die Ideen, die die Bürger einbrachten.

Nachdem Gabi Kowalczik den "Wesel-Sammler" Simon Quernhorst vorgestellt hatte, übernahm Tim Michalak das Mikrofon. Sein Thema war das "115-Jahre-Jubiläum" des Tannenhäuschens, zu dem der Autor und Historiker eigens eine Chronik unter dem Titel "Immer einen Schritt voraus" beisteuern wird. Tannenhäuschen-Chefin Christiane Hetzel betonte in ihrem Rückblick, dass es in der Geschichte des Hauses nie ein Problem mit der Frauenquote gegeben habe. Oft gaben im Waldhotel die Damen vor, wo es lang ging. Gefragt nach ihrem Lieblingsgast entschied sie sich für Jürgen von der Lippe. Auch der ehemalige Chefkoch Bernd Andreas wusste viel zu erzählen. Gern erinnert er sich an Gäste wie Peter Alexander, Marika Rökk oder Rudi Carrell.

Reeder Manfred Hell, bekannt als einstiger Inhaber der an der Promenade liegenden Riverlady, erzählte im Anschluss, wie seine Freundschaft zur Familie Hetzel begann. "Wir haben denen hier mal einen Kombidämpfer aus der Küche abgekauft", sagte er. Wahrscheinlich hätten die Gäste noch Stunden weiter erzählen können, doch irgendwann musste Schluss sein.

Im Jubiläumsjahr setzt das Tannenhäuschen seinen "Kultursalon" fort. So heißt es am 15. Februar "Ewig dein Mozart" mit Schauspieler Max Müller. Am 19. Februar präsentiert Christoph Koch seine Ausstellung "Hohe Zinnen, weite Flussauen". Einem Kammerkonzert am 7. März folgt ein Fotovortrag von Michael Scholten (19. April). Nach dem Kabarett-Abend mit "De Frau Kühne" (17. Mai) steigt das große Jubiläumswochenende im Waldhotel vom 23. bis 25. Juni. Hier wird am ersten Tag Gregor Meyle mit seiner Band ein Open-Air-Konzert geben.

(mst)
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