Hamminkeln: Erfolgreiche Kunstrasenreparatur

Hamminkeln: Erfolgreiche Kunstrasenreparatur

Eine niederländische Fachfirma hat in Hamminkeln begonnen, die durch die Windhose am 8. März zerstörte Spielfläche zu sanieren. Der Unternehmenschef ist überzeugt, dass das Projekt gelingt.

Der Wunsch, die von einer Windhose Anfang März zerstörte Kunstrasenfläche auf dem Sportplatz Mühlenrott reparieren zu können und nicht komplett erneuern zu müssen, dürfte wahr werden. Denn gestern hat die Firma Rolugro aus Groenlo in den Niederlanden damit begonnen, die vom Gewittersturm hochgeschleuderten Bahnen mit Hilfe von Minischleppern so in Form zu ziehen, dass die gut 1000 Quadratmeter große Fläche in einigen Tagen wohl wieder bespielbar sein wird. Rob Oude Luttikhuis, der Chef der Fachfirma, jedenfalls ist optimistisch, das Problem innerhalb von drei Arbeitstagen zu lösen. Auch wenn das wechselhafte Wetter ihm und seinem dreiköpfigen Team die Arbeit gestern zum Start nicht leicht gemacht haben.

"Wir lassen uns aber nicht unterkriegen", sagt Oude Luttikhuis während einer kurzen Regenpause. Nachdem er und seine Leute die stark gewellten Kunstrasenbahnen mit den besagten Schleppern halbwegs in Form gezogen haben, gilt es nun, die Sand-Gummigranulat-Mischung aus den grasgrünen synthetischen Fasern zu bürsten. "Wegen des Regens ist diese Arbeit besonders schwierig", erklärt der Firmenchef. Das besagte Sand-Gummigranulat-Gemisch wird von einer Spezialmaschine, die ein wenig an einen Sitzrasenmäher erinnert, in einen riesigen weißen Sack befördert. "Sobald wird den Kunstrasen komplett glatt gezogen und die Risse verklebt haben, wird das Gemisch wieder eingearbeitet", zählt Rob Oude Luttikhuis die nächsten Arbeitsschritte auf.

Sollte die Fachfirma am Ende tatsächlich dafür sorgen, dass der Kunstrasenplatz wieder komplett bespielbar sein wird, dürfte das vor allem den Stadtkämmerer freuen. Denn statt der bislang für die Beseitigung des Schadens in den Haushalt eingestellten 60.000 Euro würde lediglich ein Drittel der Kosten anfallen. Ob die Summe von der Versicherung übernommen wird oder die Stadt die Dienstleistung des Fachunternehmens aus eigener Taschen zahlen muss, steht nach Auskunft von Bernhard Payer, Hamminkelns Technischem Dezernenten, noch nicht fest.

Foto: Klaus Nikolei

Die bei dem 30-Sekunden-Tornado am Abend des 8. März ebenfalls zerstörten Trainerbänke, Zäune und Werbebanner rund um den Rasenplatz sind mittlerweile ersetzt beziehungsweise repariert worden. Den Schaden in Höhe von 25.000 Euro hat die Versicherung übernommen. Mittlerweile erinnert auf der Sportanlage so gut wie nichts mehr an das verheerende Unwetter.

(RP)