Wesel: Emmericher Straße ruft nach Lösungen

Wesel: Emmericher Straße ruft nach Lösungen

Die Querung in der Feldmark wird immer gefährlicher. Anwohner, Politik und Schulen machen mobil.

Jahre hat es nach einem tragischen Unfall gedauert, bis die Kreuzung Emmericher Straße /Ackerstraße eine Fußgängerbedarfsampel bekam. Ein Notbehelf, dessen Rotlicht überdies oft missachtet wird, sagen Kritiker. Tatsächlich hat besagte Stelle am Rande der Feldmark es in sich, wie gestern Mittag bei einem Ortstermin mehr als deutlich wurde. Es gab nicht ganz so viel Verkehr wie morgens zum Start in den nahen Großeinrichtungen wie Schulzentrum Nord und Berufskolleg, doch reichte es, um den Ruf nach einer umfassend regulierenden Ampelanlage mit verkehrstechnischer Überplanung des gesamten Kreuzungsbereichs nachvollziehbar zu machen. Der Rückhalt für diese Forderung ist breit.

Neben Dutzenden von Nachbarn jeden Alters hatten sich Vertreter der Schulen sowie aller im Rat vertretenen Parteien eingefunden. Die Politik unterstützt geschlossen den Wunsch nach schnellen Lösungen. Das hat nicht nur mit der Unübersichtlichkeit und dem Manko zu tun, dass die Ackerstraße nicht gradlinig, sondern leicht versetzt die Emmericher Straße quert. Befürchtet wird, dass Letztere mit der Fusternberger B 58-Südumgehung als neue Umfahrung nach Norden die Reeser Landstraße ablösen wird. Statt der aktuell 28.000 Fahrzeuge würden dann noch 5000 mehr täglich durchrauschen. Und das mit vergleichsweise hohem Tempo. Nachbarn wie Winfried Pannek und Ute Rieger schilderten haarsträubende Situationen, die sich dort täglich abspielen. Ob beim Queren als Autofahrer, Radler, Fußgänger oder beim Ab- beziehungsweise Einbiegen. Mit einem gemeinsamen Antrag aller will die Politik nun den Fachausschuss auf den Plan bringen. Ebenso soll das Thema in den Kreistag gebracht werden. Denn zuständig für den Abschnitt ist nicht die Stadt Wesel, sondern der Landesbetrieb Straßen.

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Schulwegsicherung für Tausende ist dabei ein gewichtiges Argument. Außerdem dürften die Eishalle und die Dreifachturnhalle sowie das Hotel Tannenhäuschen, die Schützenhalle und weitere benachbarte Einrichtungen als Argumente zählen, die Situation in dem scheinbar ruhigen Siedlungsbereich zu überdenken.

(fws)
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