1. NRW
  2. Städte
  3. Wesel

Einsatz mit Tier: Polizei verfolgt Pferd durch Wesel

Ein tierischer Ausflug : Polizei verfolgt Pferd durch Wesel

Ein elf Jahre alte Wallach war aus seiner Box ausgebrochen und lief in Richtung Innenstadt. Nach einem Snack beim Bäcker brachte ihn die zuvor alarmierte Besitzerin zurück auf einen Pferdehof.

Ein aus seiner Pferdebox auf einem Hof an der Brüner Landstraße ausgebrochener Wallach hat kurz vor Jahresende für einen kuriosen Polizeieinsatz gesorgt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, erhielt sie Silvester gegen 7.30 Uhr den Notruf „Freilaufendes Pferd auf der Brüner Landstraße in Laufrichtung Hagerstownstraße“. Beamten fanden das Pferd in Höhe Hagerstownstraße/Schermbecker Landstraße, wie es im Dunklen und bei Regen in Richtung Innenstadt lief.

Kaum hatte das Tier die Polizisten bemerkt, begann eine „wilde“ Verfolgungsjagd durch den Gegenverkehr. „Natürlich blieben unsere Anhaltesignale und Aufforderungen unbeachtet. Nichts konnte den elfjährigen braunen Wallach mit schwarzer Mähne davon abhalten, den örtlichen Bäcker auf der Schermbecker Landstraße aufzusuchen“, heißt es im Polizeibericht. Eine junge Beamtin konnte das Pferd jedoch so gerade eben noch davon abhalten, die Bäckerei zu betreten. Auch die Verkäuferin reagierte zügig und organisierte ein paar trockene Brötchen.

Das Pferd ließ sich dennoch nur schwer beruhigen. Es trug eine Regendecke und ein Halfter. Was fehlte, war ein geeigneter Strick. Ein Spanngurt von einem dort abgestellten Lastwagen sollte den Polizisten Abhilfe leisten. Während die Männer das Ende des Spanngurtes hielten, welcher am Halfter befestigt wurde, klammerte sich eine Polizistin mit einem Kunden aus der Bäckerei an das Halfter des zwischenzeitlich auf zwei Hufe stehenden Tieres. Weitere Kollegen blockierten alle Wege vom Bäckereiparkplatz, um das Tier an einem erneuten Fluchtversuch zu hindern.

In der Zwischenzeit telefonierte die Polizei mehrere Höfe im Umkreis ab. Von ihnen vermisste aber niemand ein Tier. Pferdefreunde aus Wesel erklärten sich zwischenzeitlich dazu bereit, den Gemütszustand des Pferdes mit Heu, Möhren und einem vernünftigen Strick zu besänftigen. Auch ein Tierarzt erschien vor Ort und half mit. Um viertel vor neun erschien dann die Besitzerin des Pferdehofes mit einem Hänger. Der Wallach wurde damit wohlauf zurück nach Hause gebracht.

(RP)