Hamminkeln: Einblicke in die Berufswelt

Hamminkeln: Einblicke in die Berufswelt

Der mittlerweile sechste „Tag der Berufsorientierung“ an der Heinrich-Meyers-Realschule in Hamminkeln war für die Veranstalter ein voller Erfolg. Zahlreiche Schüler informierten sich an den Ständen von mehr als 50 Firmen über Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen.

Beim sechsten „Tag der Berufsorientierung“ war es der Heinrich-Meyers-Realschule in Kooperation mit der Elternpflegschaft und dem Förderverein mal wieder gelungen, mehr als 50 Unternehmen auf das Schulgelände zu locken. Vor allem die Schüler, die kurz vor Ende ihrer Schulzeit stehen, informierten sich an den Ständen der Betriebe über Chancen und Ausbildungsinhalte. So zum Beispiel auch Melanie Steffens (15). Die Schülerin der Jahrgangsstufe neun hat momentan nur sehr wage Vorstellungen, was sie nach dem Realschulabschluss Mitte 2009 machen möchte.

Hobelbank in der Turnhalle

„Von einer bereits jetzt beginnenden Bankausbildung bis hin zur weiteren Schulausbildung ist zur Zeit noch alles möglich“, sagt sie. „Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mir bei diesem großen Angebot an Berufen möglichst viel anzuhören und mitzunehmen.“ Dies tat sie auch. Neben einem Gespräch mit den Vertretern der Volksbank Rhein-Lippe, begeisterte sie vor allem der Beruf des Uhrenmachers. „Solch eine Arbeit bekommt man nicht alle Tage näher gebracht. Das war schon äußerst interessant“, sagt sie.

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Anders als Melanie hat Florian Stenzel (15) schon genauere Pläne für das Leben nach der Realschule. „Ich möchte irgendetwas handwerkliches machen. Vielleicht Schreiner.“ Am Stand der Weseler Schreinerei Biesemann, die in der Turnhalle ein Hobelbank aufgebaut hatte, zeigte er seine Geschicklichkeit im Umgang mit Holz. „Das hat wirklich Spaß gemacht“, freute sich Florian.

Den Berufemarkt ins Leben berufen haben in erster Linie Lehrer Heinz Reuters und Jürgen Georgi, Vorsitzende der Elternpflegschaft. „Es ist wirklich erfreulich zu sehen, wie interessiert die Schüler mittlerweile an unserem Berufsmarkt sind. Sie kommen nicht mehr nur weil sie kommen müssen, sondern weil sie wirklich wichtige Fragen zu einzelnen Berufen haben“, sagt Georgi. Er weiß, wovon er redet. Denn an seinem eigenen Stand brachte er interessierten Schülern die verschiedensten IT- und Kommunikationsbranchen näher. Auch Waltraud Heiligenpahl, Vorsitzende des Fördervereins , legte selbst Hand an und präsentierte den Beruf der Friseuse.

Stolz sind die Organisatoren auch darüber, dass endlich auch überregionale Firmen für den Berufsmarkt gewonnen wurden. So stellte sich erstmals das weltweit aktive Unternehmen TNT vor. „Vor kurzem hat unsere Firma mit der Realschule eine Partnerschaft gegründet. Und wir haben auch Schüler schon an einem Aktionstag in unseren Betrieb hinein schnuppern lassen. Insgesamt bemühen wir uns schon sehr um Lehrlinge. Da sind solche Märkte äußerst willkommen“, betont Patrick König von TNT.

(RP)
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