Ein Elektroauto für alle Bürger in Schermbeck

Schermbeck: Ein Elektroauto für alle in Schermbeck

Bei der Generalversammlung der Schermbecker Energiegenossenschaft hat Innogy-Mitarbeiter Christian Uhlig das Projekt E-Car-Sharing vorgestellt, das die Genossenschaft realisieren möchte. In der Nachbarkommune Hamminkeln hat Innogy inzwischen gute Erfahrungen damit sammeln können.

Auf dem Gelände der Volksbank Schermbeck soll eine Ladesäule errichtet werden. Gleichzeitig stellt Innogy ein Elektroauto, das der Bevölkerung zur Nutzung zur Verfügung gestellt werden soll. Innogy schlägt einen Renault Zoe vor, der sich wegen der Ladezeit, der Reichweite und im gesamten Preis-Leistungs-Verhältnis als gut erwiesen habe. Das Fahrzeug soll von Firmen ebenso genutzt werden können wie von der Verwaltung und von Privatpersonen. Für Fahrten gibt es keine Kilometerbegrenzung; auch Fahrten ins benachbarte Ausland können unternommen werden. Für jeden gefahrenen Kilometer werden 45 Cent berechnet.

Und so kann man das E-Car nutzen, sobald es in Schermbeck angeboten wird: Man meldet sich in einem ersten Schritt kostenlos auf der Website ecarsharing.innogy.com an. Es gibt keine Grundgebühr. Nach der Anmeldung kann man seine persönliche Kundenkarte an einer Registrierungsstation in der Nähe in Empfang nehmen. Dazu müssen der Führerschein, der Personalausweis oder der Reisepass mitgebracht werden.

Mit dem Kundenvertrag erhält man Zugang zu allen Ladesäulen von innogy und deren E-Roaming-Partnern. „Damit stehen Ihnen deutschlandweit mehr als 2800 öffentliche Ladepunkte zur Verfügung“, berichtete Christian Uhlig.

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Mit der Kundenkarte kann der Kunde über das Lesegerät auf der Fahrerseite das Elektroauto öffnen. Der Kunde muss den Ladevorgang beenden und das Ladekabel in den Kofferraum legen. Der Schlüssel befindet sich im Handschuhfach. Die Fahrt kann beginnen. Nach Beendigung der Fahrt muss das Fahrzeug wieder zur Ladestation an der Volksbank gebracht werden. Mit der Kundenkarte werden auch die Fahrten gebucht. So ist sichergestellt, dass das Fahrzeug auch für den gewünschten Zeitraum zur Verfügung steht.

Wie im Detail Probleme gelöst werden, wenn es zu einem Unfall, zu einer Panne oder zu einem Verkehrsstau kommt, muss noch geklärt werden.

Die Mitglieder der Energiegenossenschaft sollen durch das Projekt finanziell nicht belastet werden. „Wir streben eine schwarze Null an“, teilte Vorstandsmitglied Michael Redeker mit. Dass man sich für das Projekt interessiert, habe etwas mit den Zielsetzungen der Genossenschaft zu tun. Man wolle Klimaschutzbemühungen ebenso unterstützen wie die Ausweitung erneuerbarer Energien. In einem nächsten Schritt werden nun zwischen der Genossenschaftsleitung und Innogy Detailplanungen durchgeführt.