Ehrung für Schermbecks engagierte Ratsfrau Zimprich

Ehrenamtsmedaille : Ehrung für Ratsfrau Zimprich

Belohnung für ein mehrgleisiges ehrenamtliches Engagement: Eva-Maria Zimprich wird mit der Ehrenamtsmedaille ausgezeichnet. Sie ist in der Gemeinde vielfältig tätig – nicht nur politisch.

Die Ratsfrau und vielfältig ehrenamtlich engagierte Eva-Maria Zimprich erhält die zwölfte Ehrenamtsmedaille der Gemeinde Schermbeck. Diese Entscheidung hat ein zehnköpfiges Auswahlgremium im Rahmen einer nichtöffentlichen Sitzung getroffen Eigentlich sollte – wie üblich – die Verleihung der Ehrenamtsmedaille in der letzten Ratssitzung des Jahres am 18. Dezember erfolgen, aber da in dieser Sitzung eine postume Ehrung des verstorbenen CDU-Fraktionsvorsitzenden Klaus Schetter stattfinden soll, hat Eva-Maria Zimprich den Bürgermeister gebeten, ihre eigene Ehrung auf eine spätere Ratssitzung zu verschieben.

Zur besonderen Anerkennung der weit über das übliche Maß hinausgehenden ehrenamtlichen Tätigkeit in Vereinen, Organisationen oder sonstigen Gemeinschaften in der Gemeinde Schermbeck hatte der Haupt- und Finanzausschuss entschieden, jährlich eine Ehrenamtsmedaille zu verleihen. Die Auswahl Eva-Maria Zimprichs erfolgte in Anerkennung ihres besonderen Engagements für den Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck, aber auch darüber hinaus hat die 66-jährige gebürtige Gelsenkirchenerin ehrenamtliches Engagement bewiesen.

Mit sieben Jahren wurde sie Mitglied des Kinderchores Rotthausen, in dem sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr sang. Von 1968 bis 1970 war sie Sängerin im Chor des Stadttheaters in Gelsenkirchen unter Leitung von Julius Asbeck. Drei Jahre nach ihrer Hochzeit mit Peter Zimprich zog das Ehepaar im Jahre 1974 nach Schermbeck. Im selben Jahr wurde Eva-Maria Zimprich Mitglied im Kirchenchor St. Ludgerus. 16 Jahre lang leistete sie in diesem Chor Vorstandsarbeit, vor allem bei der Organisation geselliger Termine.

Am 19. Januar 1990 gründete Eva-Maria Zimprich den Tanzclub Grün-Weiß Schermbeck, dessen Vorsitzende sie seit der Gründung ist. In den zurückliegenden 29 Jahren ist es ihr mit Unterstützung eines Teams gelungen, rund 250 Mitglieder an den Verein zu binden, wovon etwa 70 Prozent Kinder und Jugendliche sind. Auch das Angebot des Vereins wurde kontinuierlich erweitert. Dazu gehören die musikalische und rhythmische Früherziehung für Kinder ab drei Jahren und der kreative Kindertanz ebenso wie HipHop, Zumba, Bodyshape, Jazz- und Modern Dance, Ballett sowie die klassischen Gesellschaftstänze im Standard- und Lateinbereich.

Eva-Maria Zimprich gelang es, mit der Düsseldorferin Friederike Betz und später mit dem Schermbecker Sebastian Spahn hervorragende Trainer zu gewinnen, unter deren Leitung die Dancing Rebels jahrelang in der Bundesliga tanzten und bundesweit das niederrheinisch-westfälische Örtchen bekannt machten. Zur Breitensportarbeit des Vereins gehörte das Projekt Mad Hot Ballroom, das inzwischen 15-mal angeboten wurde.

Großen Wert legte Zimprich stets auf die Jugendförderung und auf Beiträge zum Projekt „Frauen und Mädchen im Sport“. Als Vertreterin des Tanzclubs Grün-Weiß gehörte Eva-Maria Zimprich seit 1997 dem Gemeindesportverband (GSV) an. Im Jahre 2003 übernahm sie das Amt der stellvertretenden GSV-Vorsitzenden, das sie im Frühjahr 2019 an Philipp Nuyken-Wimmer übergab.

Im GSV war sie in besonderer Weise für die Gestaltung von Festen und der jährlichen Sportlerehrung zuständig. Intensiv unterstützte sie den GSV-Vorsitzenden Hans Kutscher bei der Umsetzung des Pakts für den Sport auf kommunaler Ebene. Eva-Maria Zimprich wurde im Oktober 1998 Mitglied des SPD-Ortsvereins. Eine Zeitlang leistete sie Vorstandsarbeit. Nach der Kommunalwahl 1999 wurde sie sachkundige Bürgerin des Kultur-, Schul- und Sportausschusses. Im Wahlbezirk 12 trat sie bei der Kommunalwahl des Jahres 2009 als Direktkandidatin an.

(hs)