Durchschnittseinkommen: Schermbeck an der Spitze

Kreis Wesel : Schermbeck vorne, Kamp-Lintfort hinten: So viel verdienen die Bürger im Kreis Wesel

Statistiker haben neue Zahlen zum Durchschnittseinkommen veröffentlicht. Schermbeck liegt im Kreis Wesel an der Spitze.

43.426 Euro verdient ein Steuerpflichtiger in Schermbeck im Schnitt jährlich. Damit liegt das Durchschnittseinkommen in Schermbeck im Kreis Wesel am höchsten, noch vor dem in Hünxe, wo traditionell im Schnitt die meisten Millionäre des Kreises wohnen. Den geringsten Durchschnittsverdienst im Kreis hat Kamp-Lintfort. Dort verdienen die Steuerpflichtigen im Schnitt 31194 Euro.

Basis dieser Berechnung sind die aktuell vorliegenden Zahlen für 2014.Bei der Interpretation der Ergebnisse ist allerdings zu berücksichtigen, dass zusammen veranlagte Ehegatten bei dieser Erhebung als ein Steuerpflichtiger gezählt werden. In Nordrhein-Westfalen erzielten im Jahr 2014 etwa 8,5 Millionen Einkommensteuerpflichtige Gesamteinkünfte in Höhe von 316,8 Milliarden Euro (2013: 8,4 Millionen; 305,0 Milliarden Euro). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anhand jetzt vorliegender Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014 mitteilt, ergibt sich daraus rein rechnerisch ein durchschnittliches Jahreseinkommen (vor Steuern) von 37 377 Euro je Steuerpflichtigen. Das waren 3,1 Prozent mehr als 2013 (damals: 36 244 Euro).


Im Durchschnitt liegt das Einkommen im Kreis Wesel bei 36.770 Euro. Insgesamt gibt es hier 217.447 Steuerpflichtige. Der Gesamtbetrag der Einkünfte liegt demnach bei 7.995.583.000 Euro. Die Rangliste der Städte des Kreises Wesel:

1. Schermbeck: 43.462 Euro

2. Hünxe: 42.737 Euro

3. Rheinberg: 38.975

4. Sonsbeck: 38.853

5. Alpen: 38.253

6. Neukirchen-Vluyn: 38.133

7. Hamminkeln: 38.092

8. Dinslaken: 37.894

9. Xanten: 36.621

10. Moers: 36.313

11. Wesel: 35.146

12. Voerde: 33.957

13. Kamp-Lintfort: 31.194

Von allen 396 nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden verzeichneten Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) mit durchschnittlich 63.024 Euro je Steuerpflichtigen, Schalksmühle (Märkischer Kreis) mit 54.343 Euro und Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 54.113 Euro die höchsten Durchschnittseinkommen. Die Großstadt mit den höchsten Durchschnittswerten zwischen Rhein und Weser war Bergisch Gladbach (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 45.830 Euro je Steuerpflichtigen auf Platz 18 gefolgt von Düsseldorf (45.434 Euro). Am unteren Ende der Einkommensskala rangierten Gelsenkirchen (29.544 Euro), Duisburg (28.932 Euro) und Weeze (Kreis Kleve) mit 27.171 Euro je Steuerpflichtigen.

Im rheinischen Landesteil war das Durchschnittseinkommen mit 38.295 Euro (2013: 37 240 Euro) um 2022 Euro höher als in Westfalen mit 36.273 Euro (2013: 35.048 Euro). Von den 165 rheinischen Städten und Gemeinden wiesen 44 Gesamteinkünfte von über 40.000 Euro je Steuerpflichtigen auf, während von den 231 westfälischen Kommunen 45 diesen Wert übertrafen.

Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2014. Sie können erst jetzt veröffentlicht werden, weil die anonymisierten Steuerdaten von den Finanzbehörden frühestens nach Abschluss aller Veranlagungsarbeiten für statistische Auswertungen zur Verfügung gestellt werden. Die hier veröffentlichten Informationen sind damit die aktuellsten, die derzeit verfügbar sind.

(sep)
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