Dürrehilfe: 134 Anträge aus Kreisen Wesel und Kleve

Wesel : Dürrehilfe: 134 Anträge aus Kreisen Wesel und Kleve

Die Ortslandwirte von Wesel haben sich getroffen, um über wichtige Themen des Jahres zu sprechen. Es ging um die Dürrehilfe und den Wolf.

Rund 30 Ortsbauern, Vertreter der Kreisbauernschaft und des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes waren der Einladung der Ortsbauernschaft Wesel gefolgt. Dass es durchaus substanziell Wichtiges zu diskutieren gab, unterstrich der Vorsitzende der Ortsbauernschaft Martin Gimken. Die stellvertretende Bürgermeisterin Ruth Freßmann (SPD) unterstrich, dass ein Kiesabbau hinter der Bärenschleuse „Humbug“ sei. Damit war sie auf einer Linie mit den anwesenden Orts- und Kreisbauernvertretern. Jens Buchmann vom Vorstand der Kreisbauernschaft sah die angedachten Abbauszenarien kritisch „aufgrund des Flächenverlustes“. Hinsichtlich der Landwirtschaft setze das Einkaufsverhalten der Verbraucher die Produzenten unter Druck. „Geringer Preis gegen Tierschutz“ - dem gerecht zu werden sei eine Herausforderung. Buchmann sprach die Notwendigkeit an, beim Thema Pflanzenschutz und Gülle Aufklärung zu betreiben. Düngung und Pflanzenschutzmittel seien weiter nötig und Glyphosat da anzuwenden, wo es nötig sei. „Das wird gefährlich geredet – das ist ein Pestizid wie jedes andere“, meinte er. Die Dürrebeihilfen des Bundes sehe man kritisch. Denn, was „unten“ ankomme, sei nur ein Bruchteil der Gelder und ein „Witz“, meinte Buchmann. Insgesamt wurden von den Kreisen Wesel und Kleve 134 Anträge gestellt. Konrad Niehues vom Kreis verwies auf die Notwendigkeit, die Schäden durch Sommergänse auf Feldern und Wiesen weiterhin zu melden. Die Landwirte sprachen auch über den Wolf: Die Existenz von Wölfen im Kreisgebiet gefährde die Weidetierhaltung im Raum Wesel und der Umgebung,  im gesamten Kreis Wesel.

(aflo)
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