Wesel: Duden-Denkmal: "Keine Dorfmitte"

Wesel : Duden-Denkmal: "Keine Dorfmitte"

"Das Bürgerforum nimmt öffentliches Geld entgegen, will den Standort aber nicht debattieren. Ist das in Ordnung?", wunderte sich am Dienstag Werner Köhler (CDU) über die Aussagen zum Duden-Denkmal vor dem Edeka-Supermarkt in Lackhausen.

Eine weitere Frage sei, wer in der Verwaltung für den Standort sei. Köhler: "Bürgerforum-Vorsitzender Ohletz sollte seine Aussage mal überdenken. Die Verwaltung und Dezernent Wolfgang Jung hat sich bisher herausgehalten mit dem Hinweis, der Standort wäre Sponsorensache." Intern gebe es sehr wohl Kritik aus dem Rathaus am Standort.

"Kritik aus dem Rathaus"

"Das ist der Versuch, eine gute Stube zu möblieren, die keine ist", sagte Marcus Schafaff (FDP) gestern zur RP-Berichterstattung über den Standort der Duden-Büste. Nach dem Abriss von Hüser versuche das Bürgerforum einen neuen Treff zu kreieren, sehe aber, wie schwer das ist. FDP-Kandidat Schafaff: "Auch mit der Duden-Skulptur wird aus dem Komp-Parkplatz keine Dorfmitte. Der hat keine Aufenthaltsqualität, keine Café, keine Bäume. Der Parkplatz ist ja auch nicht als Mitte ausgelegt, das merkt man ja, schon wenn man als Autofahrer darauf fährt." Besser wäre sicher, am Kindergarten Abenteuerland einen Mittelpunkt zu schaffen.

Schafaff regte an, ein Café oder ähnliches an den Edeka-Parkplatz zu bringen. Daran hätte man bei der ersten Planung denken können, das es nicht geschah, sei ein "planerischer Fehler" gewesen. Man habe lediglich die Nahversorgung Lackhausens im Blick gehabt.

(RP)
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