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Drohnenfoto im Autokino zum Abschied der Schermbecker Gesamtschüler

Schermbeck : Drohnenfoto im Autokino zum Abschied

Feier im Autokino: Die Gesamtschule Schermbeck verabschiedete am Donnerstag 146 Zehntklässler. Dem Schulpflegschaftsvorsitzenden Oliver Katzenberger war es gelungen, eine Feier anzubieten, an der auch die Eltern teilnehmen konnten.

Ihre Entlassfeier werden die 146 Zehntklässler der Gesamtschule so schnell nicht vergessen. Erstmals in der 31-jährigen Geschichte der Schule fand der feierliche Abschied nicht in einem Saal statt, sondern in Dorstens erstem Autokino. Ursache für den ungewöhnlichen Platzwechsel war das Coronavirus, das seit März der Bevölkerung viele Einschränkungen bescherte. Der vorgeschriebene Abstand von mindestens 1,50 Meter machte es unmöglich, eine gemeinsame Entlassung auf dem Schulgelände oder in einem Schermbecker Festsaal zu feiern. Umso mehr freuten sich die Entlassschüler und das Kollegium, dass es dem Schulpflegschaftsvorsitzenden Oliver Katzenberger gelang, mit Unterstützung der Dorstener Event-Firma Nightaffairs eine Abschlussfeier anzubieten, an der auch die Eltern teilnehmen konnten.

Von ihren Autos aus konnten die Teilnehmer das zweistündige Programm auf einer riesigen Leinwand verfolgen und ihre Begeisterung durch Betätigung der Lichthupen zum Ausdruck bringen. Die Moderation des Programms, das die Stufenleiterin für die Klassen 8 bis 10 Heike Ahr organisiert hatte, übernahmen die Entlassschüler Tom Lensing und Carla Unverzagt.

Mit einer ökumenischen Andacht, die von den Lehrerinnen Wibke Klees und Anette Kukuk in Zusammenarbeit mit den Schülern Nick Ebbert, Leonie Klümper, Timon Schwieren und Konstantin Spyrou vorbereitet und von den Pastören Klaus Honermann und Hans Herzog geleitet wurde, begann die Verabschiedung in die Berufsausbildung oder in die Oberstufe. Alle 146 Entlassschüler haben einen Schulabschluss erworben: 78 die Fachoberschulreife mit Qualifikation, 45 die Fachoberschulreife und 23 einen Hauptschulabschluss nach Klasse 10.

In seinem Grußwort skizzierte Schulleiter Norbert Hohmann die Besonderheiten des schulischen Alltags unter den Vorzeichen des Coronavirus. In dieser Zeit lernten die Schüler beim Homeschooling die Wichtigkeit digitaler Lernformen kennen und die Enge einer Schulwoche in den eigenen vier Wänden. „Ihr habt den mittleren Schulabschluss trotz aller Erschwernisse der letzten Monate geschafft und damit einen weiteren Meilenstein für euren Lebensweg aufgestellt“, gratulierte Hohmann den Entlassschülern.

Als Vorsitzender der Schulpflegschaft erinnerte Oliver Katzenberger an gemeinsame Aktivitäten in den zurückliegenden sechs Jahren, an Klassenfahrten, Orchesterproben, Musicalaufführungen, Jubiläumsfeiern und vieles mehr. „Ich bin mir sicher, ihr werdet auch weiterhin Geschichte und Geschichten machen, denn das Ende dieses Lebensabschnittes ist nur der Anfang einer neuen Zeitrechnung für euch“, warf Katzenberger einen Blick in die Zukunft. Jeder Anfang bedeute etwas Neues, jede Zeit brauche Veränderung, jede Veränderung brauche ihre Zeit.

Die Schülerinnen Nina Schimkat und Emma Katzenberger ließen Teile des schulischen Alltags ebenso Revue passieren wie besondere Feste und die Zeit der Umgestaltung des Schulhofes, bevor sie ihren Mitschülern „viel Glück und viel Erfolg“ für die Zukunft wünschten.

Die Aufgabe, all denen zu danken, die am erfolgreichen schulischen Abschluss beteiligt waren, übernahm Bürgermeister Mike Rexforth. Den Eltern bescheinigte er, ihren Kindern als Trainer, Kummerkasten, Antreiber, Berater, Nachhilfelehrer und Taxtifahrer geholfen zu haben. Im Namen der Gemeinde dankte Rexforth dem Kollegium der Schule, das sich „mit Engagement, Einfühlungsvermögen und zu gegebenem Anlass auch mit gebotener Strenge“ für die Schüler eingesetzt habe.

 Den Entlassschülern empfahl Rexforth, neugierig zu bleiben und sich niemals entmutigen zu lassen. Misserfolge gehörten eben auch zum Leben. „Probleme und Handicaps“, so Rexforth, „solltet ihr als Herausforderungen betrachten.“

Für die musikalische Untermalung der Abschlussfeier sorgten die Schüler Tom Marquas, Rebecca Riffer, Konstantin Spyrou und ihre Lehrerin Kristina Baf-Goral.

(hs)