Wesel: Dom-Café: Sanierung soll bald beginnen, Vermarktung in der Ferne

Wesel : Dom-Café: Sanierung soll bald beginnen, Vermarktung in der Ferne

Am Großen Markt soll ein Schandfleck verschwinden: Sparkasse erneuert das Eckhaus an der Dimmerstraße. Doch noch fehlt die Baugenehmigung.

Seit 2011 steht der einstige Anziehungspunkt am Großen Markt leer. Nun scheint begrenzt Bewegung in das Projekt Dom-Café zu kommen, was die Hoffnung nährt, dass sich der aktuelle Zustand ändern wird. Denn die Verbands-Sparkasse, die bekanntlich das Objekt im Juli des vergangenen Jahres erworben hatte, will bald mit der Sanierung des Gebäudes beginnen. Doch das ist nur ein erster Schritt. Noch fehlt die Baugenehmigung für Umbauten — und ohne Umbauten keine Vermarktung. Zwar soll es Mietinteressenten am Tor zum Großen Markt geben, aber ob das vielfach gewünschte Nachfolge-Café kommt, steht in den Sternen. Aufgekommen war das Thema durch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, die beim SPD-Empfang die Lösung des Problems Dom-Café verkündet hatte.

"Der Bauantrag ist gestellt. Wir rechnen im ersten Quartal mit grünem Licht und wollen dann im zweiten Quartal mit den Arbeiten beginnen", sagt Verbands-Sparkassen-Vorstand Friedrich-Wilhelm Häfemeier. Ein neues Dach und eine runderneuerte Fassade soll die Immobilie aus den 50er Jahren erhalten. Dann wäre der Weg frei für eine Nutzung des Erdgeschosses, aber auch in den weiteren Etagen.

Häfemeier schließt sich der allgemeinen These an, dass ein Café in dieser guten Lage die Ideallösung wäre. "Es soll auf jeden Fall eine lebensmittelnahe Branche sein", erzählt der Sparkassen-Chef.

Das deckt sich nicht nur mit den Wünschen der Geschäftsleute im Dom-Viertel, sondern auch mit der Ansicht von Wilhelm Bommann (Einzelhandelsverband), der sich Anfang des Jahres in der RP für einen "Frequenzbringer" ausgesprochen hatte und von einem "Versicherungsbüro oder Ähnliches" abriet.

Mit einem Betreiber für die Räumlichkeiten im Erdgeschoss, deren Umbau logischerweise auch nach dessen Vorstellungen realisiert werden soll, ist es aber laut Häfemeier noch nicht getan. In den Obergeschossen sollen barrierefreie Wohnungen entstehen. Für ihn es aber auch vorstellbar, dass sich dort eine Arztpraxis oder frei beruflich tätige Personen niederlassen.

(me/thh)
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