Wesel: Dom: Brautportal ist nun vollendet

Wesel: Dom: Brautportal ist nun vollendet

Mit dem letzten Mosaikstein, den beiden Wappen der Hansestadt Wesel und des Herzogtums Kleve über dem Eingang, wurde das Brautportal des Willibrordi-Domes nach jahrzehntelanger Planung und mühsamer Archivarbeit jetzt vollendet.

In einem feierlichen Akt enthüllte gestern Mittag Karl-Heinz Tieben, der Vorsitzende des Domvereins, die beiden Wappenbilder hoch über dem prunkvollen Portal.

Nach der Fertigstellung und dem Wiederaufbau des Brautportals 1992 wurde dieses am 1. September zum ersten Mal für ein frisch vermähltes Paar geöffnet. Damals hieß es in dem Protokoll der Vorstandssitzung: "Es fehlen nur noch die beiden Wappen." Die nun lange nach Portalerrichtung nachgereichte Vollendung kam lange Zeit wegen dringlicher Arbeiten am Dom nicht zum Zug und wurde immer wieder aufgeschoben. Jetzt, 22 Jahre später, ist es für Tiebe eine Freude, diese Wappen endlich enthüllen zu dürfen. Die beiden, etwa 40 Kilogramm schweren Scheiben aus udelfanger Sandstein mit einem Durchmesser von 55 Zentimetern zieren nun das Portal gegenüber der Rheinstraße.

Auch Dombaumeister Prof. Dr. Wolfgang Deurer erinnert sich an die jahrzehntelange Arbeit am Brautportal, als deren Grundlage einzig eine Bauaufnahme von 1858 diente. Denn das Portal sollte in seinem ursprünglichen mittelalterlichen Stil wiedererrichtet werden. Umso mehr freute er sich gestern wieder mal "über einen großen Domtag". Dies sei das tolle Ergebnis jahrzehntelanger Teamarbeit, die stets unter dem Motto stand: "Das Beste ist gerade gut genug."

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Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ist begeistert von dem Ergebnis. Besonders dankbar ist sie dem Domverein für seine tolle Arbeit. Denn: "Der Dom steht wie kein anderes Gebäude für die Hansestadt", so Westkamp gestern. Die Weseler seien stolz auf die Sehenswürdigkeit im Herzen der Stadt. Nun sei auch das Brautportal mit den beiden neuen Wappen komplettiert.

Als Superintendent des Kirchenkreises Wesel freut sich Thomas Brödenfeld sehr über den langen Atem, den der Dombauverein im Projekt Brautportal bewiesen hat. Aber auch, wenn das Brautportal nun vollendet ist, ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange für den Verein. Der Superintendent weiß: "Ein Dom wird nie fertig." Und das heiße, wenn man an einem Ende angekommen sei, fange man am nächsten wieder an.

(kap)