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Wesel: Dobermann aus Wesel ist Deutscher Meister

Wesel : Dobermann aus Wesel ist Deutscher Meister

Bei den Meisterschaften im Gebrauchshundesport holte sich Armin Buschmann mit dem Rüden "Index vom Hellerwald" den Titel.

Von den Deutschen Meisterschaften der Dobermänner im Gebrauchshundesport, die im ostfriesischen Stadland stattgefunden haben, ist Armin Buschmann aus Wesel als Sieger heimgekehrt.

Seit 35 Jahren bildet er Hunde verschiedener Rassen aus. Mit vier seiner eigenen Hunde nahm er an über 23 Bundesmeisterschaften teil, zuletzt im Jahre 2009. Höhepunkt seiner sportlichen Laufbahn war bis jetzt der Titel des Einzel- und Mannschaftsweltmeisters im Jahre 1999. Nach den Erfolgen mit seinem letzten Belgischen Schäferhund dachte er eigentlich ans Aufhören. Doch seine Partnerin Judith Hoederath, Liebhaberin der Rasse Dobermann und selbst Hundesportlerin, konnte ihn umstimmen und auch zum Wechsel der Hunderasse bewegen.

Armin Buschmann trainierte mit ihr und auch zu großen Teilen den Dobermannrüden "Index vom Hellerwald" selbst. "Da der Hund eine unglaublich tolle Ausstrahlung hat und eine unermüdliche Arbeitsfreude zeigt, musste ich ihn einfach zur Meisterschaftsreife führen", so Armin Buschmann. Zunächst gewannen die beiden die Landesmeisterschaft im August mit deutlichem Abstand. Damit qualifizierten sie sich für die Deutschen Meisterschaft. Da solche Wettkämpfe auf Sportplätzen ausgetragen werden, bedeutete dies zusätzliche Trainingseinheiten. Im Gelände werden die Hunde zunächst bewertet, ob sie eine etwa 1000 Meter lange menschliche Fährtenspur und drei darauf verlorene Gegenstände nach einer bestimmten Zeitspanne erschnüffeln können.

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Im Stadion geht's in der zweiten Disziplin um das Zusammenspiel zwischen Hundeführer und Vierbeiner. Dabei werden Unterordnungselemente, Apportieren und Hürdenspringen geprüft, wobei der Hund ohne Leine vorgeführt wird. Dabei muss er die Arbeit frei, gut gelaunt und freudig, aber auch korrekt zeigen. In der dritten Disziplin, dem Schutzdienst, wird ein Scheintäter aufgespürt, um den Hundeführer vor Angriffen zu schützen. Nur Hunde mit hoher Leistungsbereitschaft in Verbindung mit vom Hundeführer kontrollierten Triebverhalten können diese Disziplin überhaupt bestehen. Da der Dobermannrüde mit seinen dreieinhalb Jahren einer der jüngsten Teilnehmer war, lief alles unter dem Motto: "Alles kann, nichts muss!"

Am ersten Tag erreichten "Index" und Buschmann in der Fährtenarbeit 97 von 100 möglichen Punkten. Diese Disziplin wurde mit "vorzüglich" bewertet. Die Nasenarbeit war fehlerfrei. Allein die Pfotenstellung des Hundes beim Anzeigen der Gegenstände wurde bemängelt. Am letzten Tag musste das Gespann diese bei den anderen Sparten vorführen. Obwohl das Streifen beim Hürdensprung das Gespann vier Punktabzüge kostete, erhielt es vom Leistungsrichter in der Unterordnung 94 von 100 Punkten. Trotz des Fehlers blieb dies die Höchstbewertung aller Teilnehmer und wurde mit der Wertnote "sehr gut" belohnt.

Dann wurde es noch einmal spannend und die Hundebesitzerin zunehmend nervöser. Im Schutzdienst konnte der Hund aber noch einmal sein ganzes Können beweisen. Das Ergebnis: 95 von 100 möglichen Punkten, ebenfalls "sehr gut". Mit insgesamt 286 Punkten und dem Gesamturteil "vorzüglich" erreichten sie den 1. Platz und ließen die Konkurrenz wiederum hinter sich. Mit diesem Erfolg qualifizierten sich die beiden für die Weltmeisterschaft des Internationalen Dobermannclubs, die 2014 in der Slowakei stattfinden wird.

Armin Buschmann überlegt nach dem Erfolg, sich einen eigenen Dobermann zuzulegen. Schließlich soll seine Lebensgefährtin in der nächsten Saison ihren eigenen Hund wieder selbst vorführen und seine Arbeit dem Publikum darbieten. Bis dahin bekommt der siegreiche "Index" täglich seine verdienten Schmuseeinheiten.

(RP)