Dinslaken: Tafel möchte neue Gebäude im Jahr 2019 errichten

An der Hünxer Straße in Dinslaken : Tafel möchte neues Gebäude errichten

In der Ausgabestelle an der Hünxer Straße 281 sei es viel zu eng, sagt die Vereins-Vorsitzende Marion Muhic. Ab Frühjahr könnte nebenan gebaut werden. Doch es fehlt an den finanziellen Mitteln.

Im Winter ist es zu kalt, im Sommer zu warm und das ganze Jahr über viel zu eng in der Ausgabestelle der Dinslakener Tafel an der Hünxer Straße 281. „Wir haben keine festen Plätze, wir müssen täglich alle Kisten verrücken und fangen so jeden Tag von vorne an“, erzählt Marion Muhic, die Vorsitzende der Dinslakener Tafel. Doch 2019 soll sich das ändern: Ab dem Frühjahr will der Verein neu bauen. Auf einem kleinen Grundstück direkt nebenan. Die entsprechende Baugenehmigung hat die Dinslakener Tafel kürzlich von der Stadt erhalten. „Jetzt hängt es nur noch an den Kosten“, sagt Muhic. Es fehlen Geld, Manpower und natürlich das benötigte Material – insgesamt, so schätzt Muhic, wird die Errichtung des Neubaus etwa 160.000 Euro kosten.

Entstehen soll in dem Gebäude eine rund 55 Quadratmeter große Ladenfläche, in der dann die Ausgabe der Lebenmittel erfolgen soll. Angedockt werden sollen an die Fläche Tiefkühl-, Kühl- und Heizungsraum sowie ein knapp acht Quadratmeter großes Büro. Nebenan sollen ein rund 22 Quadratmeter großer Aufenthaltsraum Platz finden sowie Toiletten und Umkleiden. „Das wäre eine große Erleichterung für uns“, sagt Muhic.

Das derzeitige Büro, so zeigt sie es der Reporterin beim Besuch, ist voll, sobald eine Person sich darin aufhält und der „Aufenthaltsraum“ steht draußen unter einem Pavillon. „Zum gemütlichen Zusammensein oder zu persönlichen Gesprächen lädt das natürlich bei schlechtem Wetter nicht ein“, sagt Muhic. Dabei sei auch der Kontakt zu den Kunden sehr wichtig.

Die Vorsitzende des Vereins ist optimistisch, dass der Neubau im Herbst oder Winter des nächsten Jahres stehen könnte. „Ich habe die ganz große Hoffnung, dass wir die Zeit dann im Trockenen und Warmen verbringen können“, sagt sie. Und auch Pläne für neue Angebote hat sie schon. „Es wäre beispielsweise schön, wenn wir den Neubau einen Tag in der Woche auch für Späteinkäufer öffnen könnten“, sagt Muhic. Schließlich zählten auch viele Berufstätige, Geringverdiener oder Aufstocker zu den Kunden der Tafel. Und die könnten es nicht alle einrichten, um 12.30 Uhr zur Warenausgabe zu kommen.

Das derzeit noch genutzte Gebäude soll zurückgebaut werden, sobald der Neubau steht. Hier wünscht die Dinslakener Tafel sich eine Lagerhalle, die, so schätzt Muhic grob, zwischen 30.000 und 40.000 Euro kosten wird. „Für die Lagerhalle haben wir gar keine großen Wünsche: Trocken muss sie sein und Platz muss dort sein“, sagt Marion Muhic. Damit könnte das tägliche Kistenrücken dann ein Ende haben. Zum Wohle der Gäste.

(akw)
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