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Diesel-Skandal: Kreis Wesel geht jetzt gegen die ersten säumigen Fahrzeughalter vor

Kreis Wesel : Diesel-Skandal: Kreis geht gegen säumige Kfz-Halter vor

Der Diesel-Skandal hat den Kreis Wesel erreicht. Die Behörde hat die ersten gut zwei Dutzend Briefe an Halter verschickt, die bislang nicht ihrer Umrüstungspflicht nachgekommen sind. Und täglich werden es mehr.

Wie Ingolf Liebmann, Leiter der Zulassungsstelle Wesel am Donnerstag auf Anfrage sagte, gehen fortlaufend Bitten des Kraftfahrt-Bundesamtes ein. Die Flensburger Behörde reicht die Gesuche an die Kommunen weiter, nachdem sie von Fahrzeugherstellern über die Säumigkeit betroffener Halter informiert worden war, erläutert Liebmann. Wie viele Autobesitzer im Kreis Wesel nun in Bedrängnis kommen könnten, sei datentechnisch nicht abfragbar. Der Aufwand nimmt jedenfalls zu.

Beim Kreis Wesel gibt es eine dreiköpfige Arbeitsgruppe, die sich allein um das Thema Halterpflichten kümmert. Noch geht es dabei vorrangig um nicht bezahlten Versicherungsschutz. Jetzt geht es auch bei sorglosen Diesel-Fahrern um die drohende Stilllegung ihres Wagens. Das passiert nicht sofort, sondern abgestuft.

Zunächst erinnert der Kreis Wesel betroffene Halter, dass sie binnen 14 Tagen die Nachrüstung nachweisen müssen. Tun sie dies nicht, gibt es wieder Post vom Kreis mit dem Hinweis, dass nach einer Woche die Betriebsuntersagung droht und sie nur eine Fahrt noch antreten dürfen: die zur Werkstatt. Fruchtet auch diese letzte Aufforderung nicht, ist endgültig Schluss: Kfz-Kennzeichen und Fahrzeugschein müssen zur Entwertung beziehungsweise Eintragung der Stilllegung vorgelegt werden. Gegebenenfalls geht der Außendienst den Fällen mit Hausbesuchen nach.

(fws)