Wesel: Der Lehrherr von Jan Hofer

Wesel: Der Lehrherr von Jan Hofer

Im Kolpinghaus erhält der Blumenkamper Werner Peters (75) morgen den Goldenen Meisterbrief der Innung für Sanitär, Heizung, Klima. Mehr als 100 Lehrlinge hat er ausgebildet. Darunter Tagesschau-Sprecher Jan Hofer.

Heimspiel für Werner Peters: Im Kolpinghaus am Nordglacis wird dem langjährigen Vorsitzenden der Weseler Kolpingsfamilie morgen der Goldene Meisterbrief der Innung für Sanitär, Heizung und Klima überreicht. Mit dabei ist dann auch die 33-köpfige Belegschaft der im ersten Obergeschoss beheimateten Werner Peters GmbH, die von Sohn Stefan geführt wird.

Auch wenn Werner Peters vor fünf Jahren in den Ruhestand getreten ist, so heißt das nicht, dass er nicht mehr aktiv ist. Im Gegenteil. "Er befindet sich im wahrsten Wortsinne im Unruhestand", sagt seine Frau Maria und lacht. Beispielsweise für die in den Sommerferien geplante Sanierung des Kolpingsaals wird der aus Rees stammende Sanitär-Ingenieur die Bauleitung übernehmen.

Der doppelte Meister

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Mehr als 100 Lehrlinge hat Werner Peters in seinem langen Berufsleben unter seinen Fittichen gehabt. Sein wohl bekanntester "Stift" war Tagesschau-Chefsprecher Jan Hofer. "Der heißt mit bürgerlichem Namen Johannes Neuenhofer und war Spross der in Wesel bekannten Firma Neuenhofer, bei der ich von Mitte 1960 bis 1980 unter anderem als Leiter der Betriebsabteilung Sanitär und Technik tätig war", erzählt Peters, der gleich zwei Meistertitel trägt und 1953 als Innungsbester seine Lehre als Klempner und Installateur bei der Firma Brandt in Rees abgeschlossen hat. Die Prüfungen zum Installateur- und Klempnermeister legte er im Juli 1959 nach dem Besuch der Karlsruher Bundesfachschule für das Zentralheizungsbauer-Handwerk ab. Wertvolle Berufserfahrungen hatte er zuvor in Friedrichsfeld, Essen und bei einer Firma in Bern gesammelt.

Der Zufall wollte es, dass er 1960 nach Wesel zu Neuenhofer kam. "Ich erhielt von der Firma einen Brief, dass ich mich doch einmal vorstellen sollte. Wie die auf mich und an die Adresse meiner Mutter gekommen sind, habe ich nie erfahren." Bei Neuenhofer war Peters für die Planung der Heizungs- und Sanitäranlagen im Neubauprojekt Evangelisches Krankenhaus zuständig. Außerdem war er in den Folgejahren "Haus- und Hof-Installateur" beim Kölner Traktorenhersteller Klöckner-Humboldt-Deutz.

Das blieb auch so, als er 1980 zur Weseler Firma Gräve wechselte. Als die 1986 Insolvenz beantragte, machte er sich selbstständig. Hauptauftraggeber: die Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Ab 1997 übernahmen er einen Teil der Kundschaft der inzwischen insolventen Firma Neuenhofer.

(RP)
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