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Hamminkeln/Wesel: Der "Kulturrucksack" ist gepackt

Hamminkeln/Wesel : Der "Kulturrucksack" ist gepackt

Wie im vergangenen Jahr haben Kulturinstitutionen Angebote für Kinder und Jugendliche jeden Alters in den Sommerferien aufgestellt. Der "Kulturrucksack" ist mit Graffiti-, und Tanzkursen, aber auch Ausflüge vollgepackt.

Die Premiere ist super angekommen, deshalb geht es nun in die zweite Runde. Die Städte Hamminkeln und Wesel beteiligen sich in diesem Sommer zum zweiten Mal am Landesprojekt "Kulturrucksack NRW". Und sie haben ihren Rucksack ganz schön vollgepackt - mit vielen verschiedenen Workshops und kreativen Angeboten für Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 14 Jahren. Für die Aktionen haben sie viele Unterstützer gesucht und gefunden, die sich wie im vergangenen Jahr aktiv beteiligen.

Das Land unterstützt das Projekt auf der Grundlage statistischer Daten. Für Hamminkeln und Wesel ermittelte IT.NRW insgesamt 4309 Kinder in beiden Kommunen in der angesprochenen Altersklasse. Es fließen 4,40 Euro pro Kind an Fördergeldern, 40 Cent davon trägt die jeweilige Kommune. Das Land stellt somit knapp 19.000 Euro zur Verfügung. Das umfangreiche Programm, das beide Kommunen gemeinsam ausarbeiteten, kostet insgesamt rund 22 .000 Euro.

Gut angelegtes Geld, wie Wesels Erster Beigeordneter Daniel Kunstleben findet und Zustimmung von Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski erhält. Bildung und Kultur stünden in engem Zusammenhang miteinander, ist Romanski überzeugt: "Umso wichtiger ist es, früh anzusetzen und Kinder und Jugendliche in jungen Jahren an Kultur und Kreativität heranzuführen." Der Kulturrucksack sei dazu bestens geeignet, denn er bietet ein breites Angebot für verschiedene Altersklassen an, die so - in dieser Form vielleicht zum ersten Mal - mit dem lebendigen Kulturleben im Kreis in Kontakt kommen.

Der Leiter des Weseler Bühnenhauses, Paul Borgardts, betont, wie wichtig es sei, dass Mädchen und Jungen einerseits kulturelle Veranstaltungen besuchen, anderseits aber unbedingt auch selbst kreativ aktiv werden müssen, um sich auszuprobieren. Die Möglichkeiten dazu bietet das "Kulturrucksack"-Programm allemal. Während es bei der Premiere im vergangenen Jahr vor allem Angebote in den Jugendeinrichtungen gab, sollen die Teilnehmer diesmal auch schon ein wenig über den Tellerrand blicken können. So gibt es etwa einen Workshop im Schloss Ringenberg, ein Projekt im Atelier Nebelhorn, einen Ausflug zur Dinslakener Burghofbühne oder einen Besuch der Ruhrtriennale in Recklinghausen. Neben diesen Aktionen enthält der "Kulturrucksack" in diesem Jahr auch Band-, Comic- und Manga-Zeichen-Workshops, Hip Hop und Geocaching-Schatzsuchen, eine Schreibwerkstatt, ein Graffiti-Kurs, Streetdance und ein Video-Projekt.

(gasch)