Wesel: Der Kaiser liegt zu seiner zweiten Enthüllung bereit

Wesel: Der Kaiser liegt zu seiner zweiten Enthüllung bereit

1907 sammelten Weseler Bürger 25.000 Mark, bestellten ein Denkmal und schenkten es der Stadt. Heute, 111 Jahre später, haben wieder Privatleute ein Fundament und eine Vitrine schaffen lassen, um die Skulptur wieder einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Liegend zwar, weil es politisch so gewollt ist, aber immerhin. Bundesweit Aufsehen hat Wesel mit der Art der Präsentation bekanntlich schon erzielt. Der marmorne Stein des Anstoßes ist das Bildnis von Wilhelm I., das nach dem Zweiten Weltkrieg am Bahnhof vom Sockel gestürzt wurde und ramponiert in der Versenkung verschwand.

Jetzt liegt der Kaiser zu seiner zweiten Enthüllung bereit. Am Freitag, 13. April, 17 Uhr, wird die Feuerwehr - wie vor 111 Jahren - die Plane lüften. Schauplatz ist die Fläche zwischen Zitadellen-Haupttor und Niederrheinmuseum. Ernst Trapp, Dominik an der Heiden und Rolf Oppenberg vertreten bei der Veranstaltung, zu der Bürgermeisterin Ulrike Westkamp einlädt, die schenkenden Denkmalfreunde. Stadtarchivar Martin Roelen steuert den Text für die Informationstafel bei.

(fws)