Der Förderbescheid für Molkereiplatz Hamminkeln und Kirchplatz Dingden ist da

Gute Nachrichten für Hamminkeln : Es geht voran mit den Dorfplätzen

Regierungspräsidentin Birgitta Rademacher überreichte im Rathaus den Förderbescheid für die Planung von Molkereiplatz Hamminkeln und Kirchplatz Dingden. Das soll auch das Heimatgefühl stärken.

Tue Gutes und sprich darüber – nach diesem Motto handelte am Freitag Regierungspräsidentin Birgitta Rademacher bei ihrem Besuch im Hamminkelner Rathaus. Dort überreichte sie offiziell Bürgermeister Bernd Romanski einen Förderbescheid über 120.000 Euro. Die Finanzspritze ist für die Dorfkerne bestimmt – sprich: den Planungswettbewerb zum Umbau von Molkereiplatz in Hamminkeln und dem Bereich Kirchplatz Stockkamp/Thingstraße in Dingden. Die Stadt hatte bei Veranstaltungen mit den Bürgern Wünsche und Ideen entwickelt, auch in den anderen Dörfern. Der Beteiligungsprozess soll weiter betrieben werden. Dafür gibt es einen mit 13.500 Euro bezuschussten Verfügungsfonds. Aus eigener Tasche zahlt die Stadt 40 Prozent Anteil für das Planungspaket.

Hamminkeln erhält damit zum ersten Mal Mittel aus dem Städtebauförderungsprogramm. Auch Brünen und Loikum werden mit 500.000 Euro bedacht, dort werden aber andere Fördertöpfe angezapft. Rademacher, die sich gut an kontroverse Debatten mit Hamminkeln in Sachen Hochwasserschutz an der Issel erinnerte, freute sich am Freitag über den „schönen Anlass“, wieder eine Stippvisite in der Stadt zu machen. Zentrale Plätze zu fördern stärke den Zusammenhalt vor Ort und schaffe Heimat.

Romanski sagte, dass man die Entwicklung der Dorfkerne, dazu zählt auch noch Mehrhoog, auf den Weg bringen könne. Es sei nicht einfach, für alle etwas zu tun in den verschieden großen Orten bis zur kleinen Bauernschaft in der Flächenkommune. Man profitiere aber vom Engagement vor Ort und habe so Handlungsnotwendigkeiten erkannt. Lob hatte er auch für die Regierungspräsidentin bereit, die Zusammenarbeit mit der Behörde sei sehr gut.

Was ist geplant? Für den Molkereiplatz mit bisher geringer Anziehungskraft soll eine gestalterische und funktionale Neuausrichtung gefunden werden. Auch angrenzende Straßen werden in das Projekt einbezogen. In Dingden möchte die Stadt die Straßen und Plätze im Bereich Kirchplatz/Thingstraße/Stockkamp umgestalten. Dabei sollen zentrale Flächen aufgewertet und die Verbindung zum Bahnhof über den Stockkamp verbessert werden. Stichworte sind Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit, Bodenbelag und Bepflanzung. Was genau kommt, sollen sogenannte städtebaulich-freiraumplanerische Wettbewerbe ergeben. Die Vorbereitungen dafür laufen schon.

Am Ende wird die Akquirierung weiterer Städtebauförderungsmittel stehen, dann die Umsetzung des Projekts zuerst in Hamminkeln, dann in Dingden. Der Bürgermeister rechnet mit Mehrwert für die Bürger. „Die Entwicklung der zentralen Punkte in den größeren Ortsteilen führt zu höherer Attraktivität“, sagte er.

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