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Wesel: Der Dom wird für Besucher feingemacht

Wesel : Der Dom wird für Besucher feingemacht

Willibrordi-Dombauverein packt wieder neue Projekte an: In der Heresbachkapelle steht schon ein Gerüst. An der Ostseite werden Steine gereinigt und geschützt. Das Chorhaupt wird überarbeitet. Teuer ist ein neuer Lastenaufzug.

Der Willibrordi-Dom ist als bedeutendes Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt weit über die Stadt- und sogar Landesgrenzen hinaus bekannt. "Es kommen immer mehr Besucher von außerhalb", berichtet Karl-Heinz Tieben. Der Vorsitzende des Dombauvereins konnte schon viele Touristen aus den Niederlanden, aber auch Belgien oder England im Dom begrüßen. 1,25 Millionen Euro hat der Verein allein in den letzten fünf Jahren investiert, damit der Dom als Anziehungspunkt erhalten bleibt. "Wir würden uns über neue und vor allem jüngere Mitglieder freuen", sagt Tieben. Die 15 Euro Jahresbeitrag sind gut angelegt, wie das Programm für das laufende Jahr zeigt.

 Fred Störmer (l.) und Karl-Heinz Tieben unterm Schweberippengewölbe
Fred Störmer (l.) und Karl-Heinz Tieben unterm Schweberippengewölbe Foto: Bosmann, Jürgen (bosm)

Neben Restarbeiten an den Prinzipalstücken wurden die Windfänge neu gestrichen, verglast und mit einer Notbeleuchtung versehen, die bei Stromausfall noch drei Stunden brennt. Auch die Elektroinstallation soll weiter verbessert werden. Das Schweberippengewölbe in der Heresbachkapelle wird in den nächsten Tagen mit einer speziellen Beleuchtung versehen. Das Gerüst für die Arbeiten steht bereits. "Wir wollen das Gewölbe bei Führungen und Veranstaltungen durch die Beleuchtung noch stärker herausheben", erklärt Tieben.

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Ins Auge fällt die dezent überarbeitete Erinnerungssäule in der Vierung. Die Namen der im Ersten Weltkrieg Gefallenen, darunter Angehörige vieler bekannter Weseler Familien, sind wieder besser lesbar. Der Gang zur WC-Anlage wurde mit einem Handlauf mit integrierter LED-Beleuchtung versehen. Ein Handlauf aus Edelstahl soll bald das Seil im Turmaufgang ersetzen.

An der Ostseite des Doms werden die Natursteine gereinigt, neu gefugt und mit einer Imprägnierung durch die Firma Evonik versehen. Das soll verhindern, dass weiter Schmutz in den Stein eindringt und diesen schwärzt. Fürs zweite Halbjahr ist die Überarbeitung des Chorhauptes geplant. Das Dach-Bug-Kreuz am Obergaden von 1953 soll neu verzinkt und vergoldet werden.

Das südwestliche Seitenschiff soll Schneefanggitter erhalten, wie sie am gegenüberliegenden Dach bereits sitzen. Einen halben Jahresetat wird die dringend nötige Erneuerung des aus dem Jahr 1968 stammenden Lastenaufzuges verschlingen. "Dafür sind bauliche Veränderungen nötig", so Tieben. Die Entscheidung, ob der neue Aufzug 2015 kommt, soll in diesem Jahr fallen.

(krsa)