Wesel: Das Ex-Scala wird zum Kulturspielhaus

Wesel: Das Ex-Scala wird zum Kulturspielhaus

Eventmanagerin Karin Nienhaus (36) mietet früheres Kino an der Wilhelmstraße. Es wird Kleinkunst- und Feierstätte.

Das ehemalige Scala-Kino an der Wilhelmstraße, das während der City-Offensive "Ab in die Mitte" im September als charmante Austragungsstätte des ersten "Poetry Slam" (Dichterwettstreit) auf sich aufmerksam gemacht hat, ist auf dem besten Weg, sich dauerhaft als Kleinkultur- und Tagungsstätte zu etablieren. Denn Karin Nienhaus, die neun Jahre lang als Eventmanagerin in München tätig war und unmittelbar vor der endgültigen Rückkehr in ihre Heimatstadt Wesel steht, wird das Scala ab dem 1. Februar mieten und zunächst einmal in einer "Low-Budget-Variante" mit wenig finanziellem Aufwand betreiben. "Ich habe mir vorgenommen, in Scala Kulturspielhaus bis zu 24 Veranstaltungen im Jahr zu organisieren und ansonsten für Betriebsfeiern, Workshops und Tagungen zur Verfügung zu stellen", sagt die 36-Jährige. Kabarett, Jugendtheater, Lesungen, Konzerte, Party — vieles wird möglich sein. Nach einer einjährigen Testphase wird Karin Nienhaus Bilanz ziehen und dann entscheiden, wie es mit dem "neuen Scala" weitergeht. "Ich muss einfach sehen, ob und wie das neue Angebot angenommen wird."

Foto: Malz, Ekkehart (ema)

Nienhaus, die gerade dabei ist, den Hauptsitz ihrer Eventagentur von München nach Wesel zu verlegen, hat sich in jüngster Zeit einen Namen als Mitbegründerin der Initiative "Buschfunk" gemacht. Wie berichtet, hatte ein Freundeskreis von Wesel-Heimkehrern an der Friedenstraße ein Ladenlokal angemietet und zur kreativen Begegnungs- und Feierstätte für jedermann umfunktioniert. "Der ,Laden ohne Namen' war ein Anfang und soll im Freundeskreis bleiben. Die Sache mit dem Scala möchte ich professionell aufziehen", sagt Nienhaus selbstbewusst. Auch wenn am 16. Januar die Burghofbühne Dinslaken mit dem Jugendstück "Schatzinsel" im Scala gastiert, so betont die Eventmanagerin, dass sie keine Konkurrenz zum Bühnenhaus sein will. Im Gegenteil. "Ich bin mit Bühnenhaus-Chef Paul Borgardts im Gespräch." Der sagt; "Das Scala ist eine Bereicherung für die Weseler Kultur. Wichtig ist, dass die Kommunikation stimmt und wir ständig im Gespräch bleiben."

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Übrigens startet im Kulturspielhaus am Samstag, 28. Dezember, 18.30 Uhr (Einlass: 18 Uhr), die Akustikkonzertreihe der neu gegründeten Weseler Eventagentur Kulturraumzeit. Auf der Bühne stehen Sänger und Songwriter Simon Sandmann (Mülheim an der Ruhr) sowie die Gesangs- und Gitarrenformation Three AS 1 (Wesel) und Issy Fine. Die vier Musiker stammen alle aus dem Kreisgebiet und wollen ihr Publikum unter anderem mit Rock- und Pop-Coversongs begeistern. Karten kosten im Vorverkauf sechs Euro (Mo's Jump In — Kiosk, Grünstraße 2, Wesel), an der Abendkasse acht Euro. www.facebook.com/ kulturraumzeitwesel

(RP)
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