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Coronavirus und die politischen Reaktionen

Kommentar : Nicht zermalmen!

„Niemand hat dieses Virus gewollt, nach bisheriger Erkenntnis wird es durch politischen Streit nicht verschwinden. Also: Ruhig bleiben, ein kluges Buch lesen oder schöne Musik hören.“

Inhaltlich ist der Vorstoß des Bundestagsabgeordneten Bernd Reuther, Handel und Hallenpächtern zu helfen, zu begrüßen. Inzwischen muss man beim Coronavirus von einer Krise sprechen. Konsequentes Handeln ist also gefordert: Stadtchefinnen und Stadtchefs eingeschlossen. Es braucht in den nächsten Tagen nicht nur Schließungen, sondern auch baldige Versuche der Hilfe. Gefährlich könnte es aber werden, wenn sich in diesen Zeiten die Parteien des demokratischen Spektrums selbst zermalmen. Es geht auf den Kommunalwahlkampf zu. Politische Kritik wird da bisweilen schärfer formuliert als sonst. Reuthers kleiner Angriff auf die Bürgermeisterin provoziert politische Gegenrede. Das sind jetzt aber nicht die Zeiten der Eskalation. Freuen tun sich nur die, die diese Kämpfe von ganz rechts außen aus beobachten.

Niemand hat dieses Virus gewollt, nach bisheriger Erkenntnis wird es durch politischen Streit nicht verschwinden. Also: Ruhig bleiben, ein kluges Buch lesen oder schöne Musik hören. Der Kommunalwahlkampf kommt noch früh genug. Bleibt gesund!

Sebastian

Peters

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(sep)