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Coronavirus: IHK hilft Arbeitsagentur in Wesel bei Kurzarbeitergeld

Unterstützung in der Krise : Kurzarbeitergeld: IHK hilft der Arbeitsagentur in Wesel

Die Krisenhilfe läuft auch im Kreis Wesel an. Arbeitsagentur sowie Industrie und Handelskammer arbeiten jetzt beim Management des Kurzarbeitergeldes Hand in Hand. „In der aktuellen Lage kommt es für unsere Unternehmen auf jeden Tag an.

Zügige Antragsverfahren und Bewilligungen sind wichtig. Die Firmen brauchen jetzt schnell Geld, um Gehälter, Miete und Rechnungen weiter zahlen zu können“, betont Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der IHK. Um die Arbeitsagenturen zu unterstützen, hat die IHK 20 ihrer Mitarbeiter zu Kurzarbeitergeld-Beratern schulen lassen. Seit Donnerstag können sich Unternehmen über die Mail-Hotline KUG@niederrhein.ihk.de an die IHK wenden und erhalten einen Rückruf aus dem Beratungsteam. Die Arbeitsagentur hat die Hotline für Arbeitgeber unter 0800 4 5555 20 (Mo-Fr, 8-18 Uhr) personell verstärkt. Die Berater geben Infos zum das Verfahren und helfen beim Ausfüllen der notwendigen Anträge. Um für den Monat März Kurzarbeitergeld erhalten zu können, müssen Unternehmen den Arbeitsausfall noch bis zum 31. März bei der regionalen Arbeitsagentur anzeigen.

Wie viele Fälle es konkret im Kreis Wesel derzeit gibt, kann die Arbeitsagentur noch nicht sagen. Besonders betroffen sind laut Arbeitsagentur derzeit die Branchen Gastronomie, Transport/Logistik, Reisebüros, Reiseveranstalter und Busunternehmen. Zunehmend kommen auch Beratungsanfragen und Anzeigen auf Kurzarbeit vom Einzelhandel aus dem Non-Food Bereich.

Unternehmen können sich unter www.arbeitsagentur.de/wesel über die Schritte beim Kurzarbeitergeld informieren. Dort findet man erklärende Videos. Online lässt sich Kurzarbeit sofort beantragen (www.arbeitsagentur.de/eServices). Die Zugangsdaten erhalten Unternehmen am schnellsten, indem sie eine E-Mail an Wesel.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de schicken.

In einer Pressemitteilung haben sich am Donnerstag auch die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik und die Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss (beide CDU) nach dem großen Corona-Rettungsschirm an die Bürger gewandt: „Kein funktionierendes Unternehmen und kein Arbeitsplatz sollen verloren gehen. Der Bund stellt alleine mehr als 150 Milliarden Euro für die am Mittwoch beschlossenen Hilfspakete bereit. Mit dem NRW-Rettungsschirm hat der Landtag am Dienstag ein Sondervermögen von 25 Milliarden Euro verabschiedet – das entspricht 30 Prozent des für 2020 geplanten Haushaltsvolumens“, betonen beide.

(sep)