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Corona-Pandemie im Kreis Wesel: Soldaten wohnen in Akademie Klausenhof

Hilfe für die Gesundheitsämter im Kreis Wesel : Warum derzeit zwölf Soldaten in der Akademie Klausenhof wohnen

Die zwölf Männer greifen den Gesundheitsämtern des Kreises Wesel unter die Arme und nehmen Abstriche für Corona-Tests. Landrat Ingo Brohl hatte die Hilfe zuvor angefordert. Sie könnte nun verlängert werden.

Seit jeher hilft die Akademie Klausenhof, wenn Not am Mann ist. So auch in Corona-Zeiten. Um die Gesundheitsämter im Kreis Wesel zu unterstützen, hat Landrat Ingo Brohl Hilfe von der Bundeswehr angefordert (wir berichteten). Damit die hilfsbereiten Soldaten unter Oberstleutnant Peter Barth vom Kreisverbindungskommando Wesel eine angenehme Unterkunft haben, hat sich die Akademie Klausenhof dazu bereit erklärt, ihnen die Tagungsunterkünfte im gehobenen Hotelstil im Haus Dingden zur Verfügung zu stellen.

In der Akademie ist ausreichend Platz für die Soldaten, denn wegen der Corona-Pandemie ist der Tagungs- und Schulungsbetrieb weitestgehend eingestellt. „Unser Haus läuft wie viele andere Einrichtungen zurzeit auf Kurzarbeit. Die Küche wie auch unser Housekeeping wurden extra für die Unterbringung der Soldaten kurzarbeitskonform eingeteilt. So können die Soldaten bei uns ein regionales Frühstück und Abendessen genießen“, erklärt der Direktor der Akademie Klausenhof, Rüdiger Paus-Burkard.

Momentan unterstützen zwölf Soldaten die Gesundheitsämter des Kreises Wesel bei der Arbeit der mobilen Abstrichteams. „Es sind speziell ausgebildete Sanitätssoldaten aus dem Sanitätsregiment vier und vom Versorgungsbataillon sieben aus Augustdorf“, sagt Oberstleutnant Peter Barth. Wegen der aktuellen Lage gehe man davon aus, dass der Einsatz verlängert werde.

(thh)