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Corona-Krise in Wesel: Esel-Rock, PPP-Tage und Maikirmes werden ausfallen

Reaktionen auf Berliner Beschlüsse : Welche Veranstaltungen bis Ende August wohl ausfallen

Wegen Corona sollen Großveranstaltungen bis 31. August untersagt bleiben. Betroffen davon sind in Wesel Esel-Rock und die PPP-Tage mit der Kirmes.

Kreis Wesel (fws/kwn) Bis zum 31. August sollen Großveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie grundsätzlich untersagt bleiben. Darauf einigte sich die Spitzenrunde der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin am Mittwoch. Das bedeutet nicht nur Klarheit für zeitnahe, bislang noch nicht abgesagte Veranstaltungen wie die Weseler Maikirmes und das Esel-Rock-Festival. Am zeitlichen Ende der Kette dürfte das Weseler Schützenfest stehen. Es findet zwar traditionell am ersten September-Wochenende statt, doch ohne Vorfeier, die naturgemäß noch im August liegt, ist die Durchführung wenig sinnvoll. Dies meint auch Bernd Reuther, selbst Bürger-Schütze und FDP-Bundestagsabgeordneter. Er sieht überdies die kommunalen Ordnungskräfte zur Einhaltung der Corona-Beschränkungen in den nächsten Tagen wieder besonders gefordert.

Wenn am Montag wieder mehr Geschäfte öffnen können sollen, so Reuther im Gespräch mit unserer Redaktion, dann müssten – gerade in der Fußgängerzone – verstärkte Kontrollen gegen ungewollte Menschenansammlungen durchgeführt werden. Auch seien Hygienekonzepte an den Schulen für die Wiederaufnahme des Unterrichts nötig. Auf solche Dinge müssten sich die Kommunen vorbereiten, sagte der Weseler, der sich auch fragt, wie es mit der Niederrheinhalle weitergeht. Eine zweimonatige Stundung der Miete werde dem Pächter allein wohl nicht helfen. Gedanken macht er sich, wie Frisöre wieder öffnen sollen und welche Sportarten beziehungsweise Disziplinen wieder ausgeübt werden könnten. Geschweige denn, wie die einzelnen Bundesländer den Begriff Großveranstaltung definieren. In der für diesen Donnerstag anberaumten Konferenz der Weseler Verwaltungsspitze mit den Vorsitzenden der im Stadtrat vertretenen politischen Fraktionen dürfte jedenfalls eine ganze Menge zu besprechen sein.

Davon geht auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp aus. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte sie, dass die Entscheidung in Berlin nachvollziehbar sei. „Das wird auf jeden Fall etwas bringen. Der Schutz der Bevölkerung geht vor.“ Auch wenn ihr klar ist, dass unter anderem Esel-Rock mit mehreren Tausend Besuchern und das große PPP-Stadtfest mit der Kirmes und dem Feuerwerk am Rhein nicht stattfinden werden, will sie abwarten, was das Land NRW unter einer Großveranstaltung versteht. Womöglich kann dann der eine oder andere Termin doch noch stattfinden. Beispielsweise das White Dinner an der Zitadelle.

Auch Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski hält das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August für richtig. Denn: „Großveranstaltungen bergen ein hohes potenzielles Risiko. Das hat man im Kreis Heinsberg gesehen.“ Für viele Schützenvereine sei die nun getroffene Entscheidung natürlich schlimm. Zumal einige runde Jubiläen hätten gefeiert werden wollen. Der Regelung zum Opfer fallen werden unter anderem Bennen on butten Ende August, die Veranstaltung Klassik im Baumarkt und der Citylauf. Froh ist Romanski hingegen, dass ab voraussichtlich Montag Geschäfte bis 800 Quadratmeter wieder öffnen können. Das sei gerade für Hamminkeln wichtig.

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