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Corona: Kreis Wesel will Hilfe von Bundeswehr bei Kontaktverfolgung

Wegen hoher Infektionszahlen : Kreis Wesel bittet Bundeswehr bei Corona um Hilfe

Weil die Corona-Infektionszahlen immer weiter steigen, hat die Kreisverwaltung einen Antrag auf Unterstützung durch die Bundeswehr gestellt. Fünf Soldaten könnten bald kommen.

Vor dem Hintergrund des starken Infektionsgeschehens hat der Kreis Wesel Unterstützung durch die Bundeswehr angefordert. Der Antrag hierfür ist laut einer Sprecherin der Kreisverwaltung allerdings noch nicht beschieden. Die Soldaten sollen demnach im Rahmen der Kontaktnachverfolgung von positiven Corona-Fällen eingesetzt werden. „Hier werden sie – analog zu früheren Einsätzen – zur Unterstützung der erfahrenen Fall­ermittler eingesetzt, um vor dem Hintergrund der weiterhin steigenden Infektionszahlen zu unterstützen, zum Beispiel um Erstkontakte zu Infizierten herzustellen“, sagte die Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Kreisverwaltung rechne in Kürze mit dem Einsatz von zunächst fünf Kräften. „In Abhängigkeit von der weiteren Lageentwicklung behält sich der Krisenstab vor, Hilfegesuche auch für andere Aufgaben zu formulieren“, sagte die Sprecherin weiter. Da könnte es etwa um Hilfe bei Corona-Tests gehen, wie sie die Bundeswehr bereits in Alten- und Pflegeheimen im Kreis Wesel durchgeführt hat. Komplette Impfteams könne die Bundeswehr allerdings nicht stellen, sagte die Sprecherin.

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Derweil bitten immer mehr Kommunen in NRW die Bundeswehr um Hilfe. Aktuell seien aufgrund von 35 Hilfeleistungsanträgen bereits fast 500 Unterstützungskräfte im Einsatz, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos NRW. Sie würden meist bei der Kontaktnachverfolgung oder für den Betrieb von Impfzentren eingesetzt.

(her/dpa)