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Corona: Gesundheitsamt im Kreis Wesel sieht keinen Grund zur Entwarnung

Erste Sitzung seit Shutdown : Gesundheitsamt sieht keinen Grund zur Entwarnung

Eine zweite Corona-Infektionswelle im Spätherbst sei möglich, sagte Michael Maas vom Gesundheitsamt im Fachausschuss des Kreises Wesel. Man wolle intensiver mit mobilen Einheiten ins Testen einsteigen und flexibler werden.

Die Infektionslage im Kreis Wesel ist augesprochen gut und stabli. Dies schob Michael Maas vom Verwaltungsvorstand in der ersten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Verbraucherschutz seit dem Shutdown am Mittwoch im Kreishaus gleich vorweg. Maas attestierte besonders den Pflegeheimen eine gute Arbeit und dankte allen auch fachfremden Mitarbeitern des Hauses, die bei der Bewältigung der coronabedingten Aufgaben mitgeholfen haben. Gleichwohl sieht er als Verantwortlicher fürs Gesundheitsamt die Gefahr nicht gebannt. „Es gibt keinen Grund zur Entwarnung“, sagte Maas. Mit zunehmenden Lockerungen könne die Achtsamkeit der Menschen schwinden und „sehr schnell ein Hotspot“ entstehen. Eine zweite Infektionswelle im Spätherbst sei möglich. Man wolle intensiver mit mobilen Einheiten ins Testen einsteigen und flexibler werden. Zu flächendeckenden Tests sei man aber nicht in der Lage.

Maas skizzierte auch die Situation für diejenigen, die den Umgang mit der Pandemie zu organisieren hatten und haben: „Es gibt keine Ruhe, keine Pause, kein Nichts.“ Denn das in der Hochzeit der Arbeitsbelastung hintangestellte Standardgeschäft müsse nun auch laufen. Der mit 90 Leuten besetzte Fachdienst hätte rein rechnerisch allein 115 Kräfte für die Kontaktverfolgung benötigt. Doppelschichten seien an der Tagesordnung. Permanent würden Wissensträger ausgetauscht. Externes Personal wirke mit, ehrenamtiche Ärzte seien dabei, ebenso Studenten und der Medizinische Dienst der Krankenkassen. Dabei habe man noch Glück gehabt, vor der Krise offene Stellen besetzen zu können.

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(fws)