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CDU Wesel will Hilfe für lokalen Handel im Kampf gegen Amazon & Co.

Coronakrise und die Folgen : CDU: Steuervorteile für Vor-Ort-Handel

Unterschiedliche Steuersätze für lokalen Handel und Onlinehandel: Diesen Vorschlag aus Rheinland-Pfalz will die CDU in Wesel aufgreifen und setzt auf eine Resolution des Rates als Signal an die Bundespolitik.

Die CDU in Wesel regt an, dem lokalen Einzelhandel zu helfen, indem er steuerlich gegenüber dem Onlinehandel besser gestellt wird. Beschließen müsste eine solche Regelung der Bund. Die CDU allerdings schlägt eine Resolution auf kommunaler Ebene in Wesel vor, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. In der von CDU-Fraktionschef Jürgen Linz und Bürgermeisterkandidat Sebastian Hense vorgeschlagenen Fassung der Resolution heißt es: „Der Rat fordert das Land und den Bund auf, sich mit unterschiedlichen Steuersätzen für online-erworbene Produkte im Vergleich zu in Geschäften eingekauften Produkten zu befassen.“ Beide Handelsformen seien für Kommunen wichtig, müssten aber unterschiedlich gewichtet werden. Der gesamte ökologische Fußabdruck müsste berücksichtigt werden. „Vor Ort produzierte, gehandelte und verkaufte Produkte haben meist einen deutlich kleineren ökologischen Fußabdruck. Dieser Unterschied und mögliche politische Folgen hieraus können die lokale Wirtschaft und den lokalen Einzelhandel unterstützen. Leistungen, die der Reparatur dienen, müssen attraktiver gemacht werden.“  Die CDU beruft sich auch auf den Bürgermeister der Stadt Wörth am Rhein, Dennis Nitsche (SPD), der entsprechende Ideen ebenfalls formuliert hatte. Die SPD Wesel hat derweil am Dienstag die Ansiedlung von Edeka an der Esplanade als einen wichtigen Schritt für die Stärkung der Innenstadt begrüßt. Zeitgleich appelliert Fraktionschef Ludger Hovest an den Investor der Radiologischen Praxis gegenüber auf dem Gelände des ehemaligen Kreiswehrersatzamtes, mit dem Bau zu beginnen.