CDU-Ratsfrau Jutta Radtke fordert inklusive Spielplätze

Wesel : CDU-Ratsfrau fordert inklusive Spielplätze

Die Stadtverwaltung solle mit mit Priorität Spielplätze barrierefrei und behindertengerecht ausbauen, beantragt Jutta Radtke.

Jutta Radtke, CDU-Ratsfrau aus Flüren, macht sich für den Bau von inklusiven Spielplätzen in Wesel stark. Vorhandene Spielplätze sollen so weiterentwickelt werden, dass Kinder mit und ohne Behinderung dort gemeinsam spielen können. In einem Antrag an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD) verweist Jutta Radtke auf das Beispiel vieler anderer Städte in Deutschland, die derzeit normale Spielplätze zu inklusiven Spielplätzen umbauen. Radtke fordert die Bürgermeisterin auf, die notwendigen Planungsvorgänge zur Umgestaltung der Spielplätze vorrangig zu starten.

Ende 2018 war in Duisburg-Marxloh der erste inklusive Spielplatz des Reviers eröffnet worden, damals finanziert durch eine Spendenaktion des Handels. In Kooperation mit Rewe und Procter & Gamble engagiert sich die Aktion Mensch für den Auf- und Ausbau inklusiver Spielplätze in ganz Deutschland. 120.000 Euro wurden dort investiert. Verwiesen wird von Jutta Radtke auch auf Bemühungen in der Stadt Borken. Dort werde bis Ende 2019 ein Spielplatz barrierefrei gemacht. In Wesel mangele es an solchen Flächen, sagt Radtke: „Für Kinder mit besonderen Bedürfnissen, Kinder mit Bewegungsstörungen, Einschränkungen des Seh- und Hörvermögens, Rollstuhlfahrer oder Muskelschwäche ist das Benutzen der öffentlichen Spielplätze fast unmöglich, da alle Geräte fast ausnahmslos im weichen Sand stehen und dadurch nicht erreichbar sind.“ Radtke verweist auf ihre 15 Jahre Erfahrung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Viele Hersteller von Spielgeräten hätten bereits ein umfassendes Portfolio an Spielgeräten, an denen alle spielen könnten. „Unsere Spielplätze sollten barrierefrei ausgestattet werden, um Kinder mit und ohne Behinderung gleichermaßen Freude am gemeinsamen Spiel zu bereiten“, fordert sie.

(sep)
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