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CDU Hamminkeln zur Rathausbebauung: „Nur mit Augenmaß“

Stadtentwicklung in Hamminkeln : CDU zur Rathausbebauung: „Nur mit Augenmaß“

Die Frage der Entwicklung des Rathausumfeldes in Hamminkeln ist seit Langem ein politisches Streitthema. Jetzt meldet sich die CDU. Sie habe sich Pläne von örtlichen Investoren mit Ärztezentrum plus ökologisch-nachhaltiger Wohnbebauung angesehen.

Roland Albers, Ortsverbandsvorsitzender der CDU Hamminkeln, verlangt, „mit Augenmaß und Herzblut“ an die Entwicklung des Rathausumfeldes heranzugehen. In einer Mitteilung betonte er jetzt, dass es „fatal wäre, wenn hier voreilig Fakten geschaffen werden und eine weitere Entwicklung des Areals verhindert wird“. Man sehe die Weiterentwicklung an diesem „Filetstück“ mit Blick auf den gesamten Ortskern, müsse einen Bebauungsplan auflegen und das Einzelhandelskonzept überarbeiten. Für einen Teil des Geländes neben dem Rathaus hat Investor ITG inzwischen eine Bauvoranfrage für einen Discounter gestellt, wie im Planungsausschuss berichtet wurde. Während des Corona-Lockdowns hatte sich der Ortsverband in einer Videokonferenz auch mit den Optionen für die weitere Entwicklung am Rathausumfeld in Hamminkeln befasst. Dabei hatten sich die Vorstandsmitglieder auch den Vorschlag einer örtlichen Investorengruppe angesehen, welche die Schaffung eines Ärztezentrums plus ökologisch-nachhaltiger Wohnbebauung vorgeschlagen hat, wie Albers berichtet. Bekannt sind an dieser Stelle auch Pläne für einen Discounter. Albers erinnerte an die Debatte über die Ansiedlung eines Discounters auf dem alten Sportplatz. Hier hatte sich die CDU mit den Grünen seinerzeit dagegen ausgesprochen, um die Einzelhandelssituation nicht zu zersplittern, sondern ortsnah zu bündeln. „Nach der gleichen Logik hatte die CDU bei der Ansiedlung des Drogeriemarktes stets konsequent agiert“, meinte Albers.  CDU-Planungsexperte und Ratsmitglied Wilhelm Kloppert fügte hinzu: „Es war richtig, dass die CDU bei der Bauplanung Raiffeisenstraße mit Drogeriemarkt, Textilangebot und Wohnbebauung nicht rumgeeiert hat. Wir sind auch nicht der Versuchung erlegen, kurzfristige populistische Punkte zu sammeln, als seinerzeit Unterschriften gegen das Projekt gesammelt worden sind.“

(thh)