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CDU-Bundestagsabgeordnete besucht das alte Dingdener Lehrerhaus

Hamminkeln : Abgeordnete besucht Lehrerhaus

Im sogenannten Wohnstallhaus lebten der Dorflehrer und seine Familie mit dem Vieh unter einem Dach. Ein 190.000-Euro-Zuschuss aus Berlin hilft mit, den ursprünglichen Zustand des historischen Baus wiederherzustellen.

Über die Pläne für das alte Dingdener Lehrerhaus hat sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiss aus Dinslaken bei Agnes Küpper und Christa Scheper vom Verein Dorfentwicklung informiert. „Für Dingden wird ein echtes Goldstück der historischen Dorfentwicklung wieder zum Leben erweckt“, so Weiss. Trotz Corona-Einschränkungen konnte der Ortstermin mit dem Hamminkelner CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Norbert Neß organisiert werden. Die Teilnehmer hielten die vorgeschriebene Distanz und trugen Mundschutz.

Kurz zuvor hatte Sabine Weiss die frohe Kunde aus Berlin überbracht: Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages grünes Licht gegeben hat, werden 190.000 Euro aus dem Kulturetat in das Dingdener Projekt fließen. Das ehemalige Lehrerhaus an der Weberstraße soll so hergerichtet werden, wie es ursprünglich war. Im sogenannten Wohnstallhaus lebten der Dorflehrer und seine Familie mit dem Vieh unter einem Dach. Nur ein Flur trennte Wohnzimmer und Schweinestall. Jahrzehnte stand das mehrere Jahrhunderte alte Gemäuer leer, so dass vieles noch im ursprünglichen Zustand erhalten ist. „Die Fachleute für Denkmalschutz waren begeistert, als sie das erste Mal hier waren“, berichtete Küpper. „Hier wollen wir zeigen, wie die frühere Baukultur gewesen ist.“ Im benachbarten Mini-Laden sollen Räume entstehen, die für Ausstellungen oder als Lernort genutzt werden können.

Küpper und Scheper bedankten sich bei Weiss für die Förderung aus Bundesmitteln. Nachdem Neß die Abgeordnete um Unterstützung gebeten hatte, waren schnell Nägel mit Köpfen gemacht worden. Der Zuschuss ist ein wichtiger Baustein des Projekts, das mit rund einer Million Euro kalkuliert wird. Weitere Förderung kommt aus dem Leader-Projekt, von der NRW-Stiftung und von privaten Spendern.

(RP)