Kreis Wesel: Caritas-Beratung wird weiter stark nachgefragt

Kreis Wesel: Caritas-Beratung wird weiter stark nachgefragt

Trennung und Scheidung der Eltern sind nach wie vor der Hauptgrund für die Arbeit der Erziehungsberater der Caritas Wesel-Dinslaken. Wie Leiter Andreas Groß gestern in Wesel berichtete, wurden deswegen im vergangenen Jahr 183 Jugendliche den Experten vorgestellt. Es folgten die Sparten Erziehungsunsicherheiten (88 Fälle), familiäre Konflikte (86), Störungen der sozialen Beziehungen (87), Schul- und Ausbildungsprobleme (68), aber auch schwere Erkrankung oder Tod eines Familienmitglieds (37), Probleme Heranwachsender (19), Mobbing (sieben) oder Erfahrungen sexuellen Missbrauchs (fünf). Mit insgesamt 724 (2016: 760) Vorstellungen, aus denen sich teils mehrere Folgetermine - die Hälfte der Klienten kommt mit drei bis fünf aus - entwickelten, blieb die Nachfrage 2017 weiterhin hoch.

In 319 Fällen kamen die Familien aus Wesel, gefolgt von Hamminkeln (160), Dinslaken (79), Voerde (73) und Schermbeck (30). Für Hamminkeln als Flächenkommune unterstrich Groß, dass für den Erstkontakt der Weg leicht gemacht wird, weil dieser unmittelbar in Familienzentren aufgenommen werden kann. Überhaupt konnte der Einstieg in die Beratung zu 79 Prozent der Fälle sehr zeitnah erfolgen. Allein bei den 450 Neuaufnahmen könnten 219 Familien (49 Prozent) binnen 14 Tagen ein Erstgespräch bekommen - darunter 75 Erstkontakte, die sofort nötig waren.

Groß stellt fest, dass die zu bewältigenden Probleme immer komplizierter werden, und macht auf das spezielle Elterntraining "Kinder im Blick" für Getrenntlebende aufmerksam. Dazu gibt's mittwochs, 14 bis 15 Uhr, eine Telefonsprechstunde. Für einen im Herbst beginnenden Kursus findet am Mittwoch, 4. Juli, am Kurfürstenring 2 in Wesel eine Informationsveranstaltung statt. Anmeldung und Näheres unter Telefon 0281 338340

(fws)