Wesel: Byk: Neues Labor für 18 Millionen

Wesel: Byk: Neues Labor für 18 Millionen

Erster Spatenstich: An der Abelstraße baut die Byk-Chemie, Weltmarktführer für Lack- und Kunststoffadditive, ihr viertes Laborgebäude. Im Herbst 2011 soll der dreigeschossige Neubau fertig sein. Innovative Wärmepumpen-Technologie sorgt für deutlich reduzierten Energiebedarf.

Bei der Byk-Chemie, weltweit führend im Bereich der Kunststoff- und Lackadditive, ist es fast schon Tradition, im Rhythmus von elf, zwölf Jahren ein neues Laboratorium zu errichten. Der erste Spatenstich für das 18 Millionen Euro teure Laborgebäude Nr. 4 wurde gestern am Firmensitz Abelstraße mit rund 70 geladenen Gästen getätigt.

Auch wenn Byk-Geschäftsführer Dr. Roland Peter in seiner Ansprache betonte, dass man die Krise noch nicht komplett hinter sich gelassen habe, so sei der Neubau "ein wichtiges Zeichen für das Unternehmen, die Stadt und die Region. Es ist ein Zeichen für Aufbruch und Innovation."

Jährlich zehn neue Mitarbeiter

In dem dreigeschossigen Neubau (Architekt: Manfred Kleiböhmer, Hamminkeln) werden nach Fertigstellung im Herbst 2011 rund 130 Arbeitsplätze entstanden sein. "Zunächst werden 60 bis 70 Mitarbeiter aus den älteren Laborgebäuden in den Neubau umziehen, so dass wir in den bestehenden Gebäuden wieder mehr Platz haben", erklärte Dr. Peter. Er geht davon aus, dass in der Folgezeit jährlich zehn bis 20 neue Mitarbeiter eingestellt werden können.

In dem Neubau werden Spezialisten an neuen Technologien, Produkten und Anwendungsgebieten arbeiten, um im härter werdenden Konkurrenzkampf zu bestehen. Dr. Peter: "Wir stehen im weltweiten Wettbewerb, vor allem mit asiatischen Firmen. Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass Innovation Motor des Erfolgs ist und wollen unseren Vorsprung ausbauen."

Innovativ ist auch die Energietechnik des Neubaus. Geheizt und gekühlt wird mit Hilfe einer Wärmepumpe. Lediglich in Spitzenzeiten soll eine Gas-Brennwert-Heizung für angenehme Temperaturen sorgen. "Mit dieser Technik können wir unseren Energiebedarf um 30 bis 40 Prozent senken", so Dr. Peter. Als Geschäftsführer freut es ihn, dass das Bundesumweltministerium den Einsatz der Wärmepumpe finanziell fördert. Der entsprechende Zuwendungsbescheid ist kürzlich bei Byk eingetroffen.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp gratulierte in ihrer Rede dem seit 1962 in Wesel ansässigen Unternehmen für dessen Neubauprojekt. "Der symbolische Akt des ersten Spatenstichs steht für Aufbruch und Zukunft und ist für die Stadt und die Region von immenser Bedeutung", sagte sie und lobte die Byk-Chemie als großen Arbeitgeber (600 Mitarbeiter) und Ausbildungsbetrieb.

(RP)