Wesel: Bürgermeisterin sieht Wesel im Aufwind

Wesel : Bürgermeisterin sieht Wesel im Aufwind

Die SPD in Wesel feierte den Neujahrsempfang. Als Festrednerin war Christel Neudeck zu Gast.

Beim Neujahrsempfang der SPD Wesel hat Bürgermeisterin Ulrike Westkamp einen Blick auf die kommenden Monate in der Hansestadt gerichtet. "Schauen wir auf den Jahreswechsel 2017/2018 so kann der Blick auf die weltpolitische Lage bestenfalls skeptisch ausfallen. Aber wenigstens gibt es viel Positives aus Wesel zu berichten. Das nächste Stadtjubiläum, das auf 777 Jahre Stadtgeschichte zurückblickt, steht in diesem Jahr auf der Agenda. Die Feste sollen Freude bereiten und mehr Gäste in die Stadt locken und damit den Einzelhandel und die Gastronomie fördern", so die Bürgermeisterin. Sie nannte sinkende Arbeitslosenzahlen und steigende Steuereinnahmen, zudem entstehen derzeit neue Angebote wie im Esplanadecenter sowie 80 neuen Wohnungen im Stadtzentrum. Auch das schnelle Internet für jedermann, den sozialen Wohnungsbau sowie die Renovierung von Schulen hat sich die Stadt als ehrgeiziges Ziel gesetzt. Als wesentliche Herausforderung stellte Westkamp die Integration von Menschen mit Bleiberecht heraus und schaffte damit eine Überleitung zur Festrednerin Christel Neudeck.

Mit entschlossenem Blick steht die 76-Jährige am Rednerpult. Die gebürtige Dinslakenerin lebt seit 1976 in Troisdorf und gründete mit ihrem 2016 verstorbenen Mann Rupert und einigen Freunden den Verein Cap Anamur. Im Fokus stand dabei die Rettung der so genannten Boat People. In ihrer Festrede appellierte Neudeck an die Gäste, sich beim Thema Integration einzubringen. "Ich möchte Sie ermutigen, etwas zu tun", so Neudeck. Sie thematisierte das -aus ihrer Sicht - unscharfe mediale Bild des Islam und die unbegründete Angst der Menschen. Sie sprach über notwendige Gesetzesanpassungen im Bereich des Bleiberechts und die notwendige Unterstützung durch Ehrenamtler, wies aber auch Übereifrige in ihre Schranken, die durch Kulturanpassungen wie die Umbenennung von christlichen Festen für unnötigen Zündstoff sorgen. Das Ziel sollte "Hilfe zur Selbsthilfe" sein, damit Integration und Weiterentwicklung gelingen kann, so die Festrednerin. Neudeck erntete Applaus im Saal.

(CTH)