Brandbrief der CDU ist richtig

Brandbrief der CDU ist richtig

In den Niederlanden gibt es ein beliebtes Sprichwort: "Ein Nein habe ich schon, ein Ja kann ich noch bekommen." Dieses Zitat passt zur Weseler CDU-Fraktion, die nach der knappen Abstimmungsniederlage im Schulausschuss einfach nicht hinnehmen will, dass 23 von der Gesamtschule am Lauerhaas abgewiesene Viertklässler mit Hauptschulempfehlung mehr oder weniger zwangsweise ab August zur Konrad-Duden-Realschule geschickt werden. Denn eine Förderung, die ihrer Begabung entspricht, erhalten sie dort nicht. Es ist also gut und richtig und im Sinne der betroffenen Kinder und deren Eltern, dass sich Fraktionschef Jürgen Linz in einem Brandbrief an die Bezirksregierung in Düsseldorf wendet und das Eingreifen der Schulaufsicht erbittet. Auch wenn ihm und seinen Mitstreitern klar ist, dass die Entscheidungshoheit in Schulangelegenheiten bei den Kommunen liegt. Doch ein Nein hat die CDU schon, ein Ja kann sie noch bekommen.

Eigentlich spricht auch nichts dagegen, den Weseler Fall jetzt Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) vorzulegen. Die für Wesel zuständige CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik aus Hamminkeln wäre zweifelsohne in der Lage, den Hilferuf persönlich in Düsseldorf abzugeben und das Ansinnen der Parteifreunde zu unterstützen. Und dann gibt es ja auch noch Sabine Weiss in Berlin, der ein besonders gutes Verhältnis zur Weseler CDU nachgesagt wird. Auch hier lohnt sich ein Anruf mit der Bitte um Unterstützung. Getreu dem Motto: "Ein Nein habe ich schon, ein Ja kann ich noch bekommen."

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(RP)