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Borgers schließt Werk Dingden später

Hamminkeln : Borgers schließt Werk Dingden später

Die Unternehmensführung informiert auf Betriebsversammlungen. Verhandlungen über Restrukturierung auf der Zielgeraden.

Die Verhandlungen der Borgers Group über die Restrukturierung sind nach Angaben der Gruppe auf der Zielgeraden. Der angeschlagene Autozulieferer mit Hauptsitz in Bocholt meldete am Mittwoch, dass die Schließung des Werks Dingden (300 Mitarbeiter) auf Ende 2020 verschoben werde.  Für das Stammwerk Bocholt wurden zusätzliche Investitionen und Stellen in Aussicht gestellt. Grundlage dafür seien die „Einigungen mit Banken und nahezu allen Automobilherstellern, wie es in einer Mitteilung hieß. Die Mitarbeiter wurden am Mittwoch auf Betriebsversammlungen informiert. Demnach konnte mit den finanzierenden Banken und nahezu allen Top-Kunden von Borgers Einigungen erzielt werden. Die entsprechenden Vereinbarungen sind endverhandelt. Auch die Eigentümer erbringen Beiträge für die Sanierung. Die Gespräche mit dem Betriebsrat und der IG Metall über einen Interessenausgleich und Sozialplan würden konstruktiv verlaufen konstruktiv, wobei die Gewerkschaft noch verhandelt. Die Unternehmensleitung möchte im Gegenzug zu tariflichen Sanierungsbeiträgen der Belegschaft Kapazitäten aus ausländischen Werken nach Bocholt  verlagern.

In Bocholt sollen 70 Arbeitsplätze entstehen. Das Aus für Dingden wird um ein halbes Jahr aufgeschoben, Grund ist  die „geordnete Verlagerung von Kapazitäten nach Polen“. Zudem könne die Verschiebung die Suche nach Beschäftigungsalternativen erleichtern. „Die Weiterführung des Werkes über das Jahr 2020 hinaus wäre aus prozesstechnischen und wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll und im Sinne der Sanierung der gesamten Borgers-Gruppe nicht zu verantworten.“

(thh)