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Bombensuche in Wesel: Evakuierung kann schon früher kommen

Verdacht auf Sprengkörper : Bomben in Wesel: Evakuierung kann früher kommen

Bei der schon Freitag angekündigten und am Montag gestarteten Suche nach Bomben auf der Straßenbaustelle im Zitadellenviertel erhärtet sich der Verdacht. Ordnungsdezernet Klaus Schütz teilte am Dienstagnachmittag mit, dass eventuell schon am Mittwochnachmittag oder -abend eine Entschärfungsaktion samt Evakuierung großer Teile der Weseler Innenstadt durchgeführt werden muss.

Letztendliche Klarheit gibt es noch nicht. Gewissheit, ob tatsächlich ein oder Kostenpflichtiger Inhalt zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unter der Erde schlummern, gebe es erst Mittwoch gegen Mittag. Dafür müssten die beiden Stellen im Raum Leipziger und Dresdner Straße erst freigelegt werden. Sollte sich der Verdacht außerhalb des Hauses Leipziger Straße 5 bewahrheiten, bräuchte dort dann auch nicht mehr unter dem Gebäude gesucht werden (wir berichteten).

Die Pläne für das je nach Bombentyp erforderliche Folgeszenario liegen bereit. Wenn entschärft werden muss, so Schütz weiter, werde sofort die Öffentlichkeit informiert – per Internet, Handzetteln und Lautsprecherdurchsagen der Feuerwehr.

Das Marien-Hospital wird um eine Komplettevakuierung herumkommen und lediglich mit hausinternenen Verlagerungen in hintere Bereiche reagieren müssen. Die Klinikleitung hat sich vorbereitet und geht von einer Teilevakuierung aus. Einige Gebäude liegen im inneren Radius um die Fundstelle der Bombe an der Leipziger Straße. Deshalb ist das Hospital am Mittwoch von 14 bis etwa 18 Uhr für Besucher und Patienten nicht erreichbar.

Dies gilt auch für das Haus der Gesundheit am Großen Markt inklusive des Medizinischen Versorgungszentrums sowie das Sozialpädiatrische Zentrum, die Kinder- und Jugendpsychiatrie und die ambulante Kardiologische Rehabilitation.

Das Nikolaus-Stift am Südring liegt nicht im engen Ring um die Fundstelle, so dass die Bewohner im Haus bleiben können. Die Senioreneinrichtung ist wegen der Bombenentschärfung für Besucher ab 15 Uhr nicht mehr erreichbar.

Als zentrale Sammelstelle für Evakuierte dient die Rundsporthalle auf dem Fusternberg.

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