Bistum schafft neue Familienberatungs-Struktur für Wesel und Dinslaken

Zwei Standorte – eine Leitung : Familienberatung: Bistum Münster schafft neue Struktur

(pbm/cb) Die Verwaltungsstruktur der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) der katholischen Kirche im Kreis Wesel verändert sich. Mit dem Weggang von Edith Schrameyer, Leiterin der EFL-Beratung in Dinslaken, wird die Stelle aufgegeben – diese Arbeit übernimmt Wilfried Kohler, der bislang nur in Wesel die Verantwortung trägt.

„Für die Menschen, die bei uns zur Beratung kommen, wird sich dadurch nichts ändern“, verspricht Kohler. Beide Standorte würden beibehalten, unter der gemeinsamen Leitung würden die Teams enger zusammenarbeiten. „Künftig können wir dann schon bei der Anmeldung auf eine größere Palette von Angeboten zurückgreifen, auch die Terminvergabe wird flexibler, wenn die Klienten nach Wesel oder Dinslaken kommen können“, erklärt er. Für die Beratungsstunden, die bisher von Edith Schrameyer geleistet wurden, werde eine neue Kollegin angestellt.

Edith Schrameyer geht mit etwas Wehmut. In Erinnerung bleiben würden ihr vor allen Dingen die zahlreichen Menschen, denen sie in oft schwierigen Lebenssituationen mit ihrer Beratung habe helfen können: Zum 31. Oktober geht sie in den Ruhestand. „Im Moment muss ich an vielen Stellen Abschied nehmen“, sagt die Kirchhellenerin, die seit 17 Jahren in Dinslaken arbeitet.

Viel habe sich in den vergangenen Jahren verändert, blickt sie zurück. Heute sei es viel selbstverständlicher geworden, bei Problemen im eigenen Leben oder in der Partnerschaft um Hilfe zu bitten und sich beraten zu lassen. „Insbesondere für Männer gab es da früher große Hürden“, sagt die Beraterin, „das ist anders geworden.“ Auf der anderen Seite werde die Beratung aber auch immer mehr als Service empfunden, man fühle sich nicht mehr so sehr an die Beratungsstelle gebunden wie früher. Dennoch gibt es Menschen, die auch längerfristig das Angebot in Anspruch nehmen. „Wir können die Ratsuchenden so lange begleiten, wie es nötig ist – ohne Rezept oder Gutachten eines Arztes“, betont Edith Schrameyer. Denn das ist das Selbstverständnis der EFL: kostenlose Beratung für alle Menschen, unabhängig von ihrer Religion, Herkunft oder sexuellen Orientierung – gebeten wird lediglich um eine freiwillige Spende zur Unterstützung der Arbeit.

Die EFL, die vom Bistum Münster unterhalten wird, ist in Dinslaken zu erreichen unter Tel. 02064 58645, in Wesel unter Tel. 0281 25090. Mehr Informationen zum Beratungsangebot – auch in Xanten und Moers – gibt es auf der Seite www.ehefamilieleben.de im Internet. Dort ist auch eine anonyme Onlineberatung möglich.

(pbm/cb)
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