Wesel: Bislicher Straße: Tempolimit und Querungshilfe gefordert

Wesel: Bislicher Straße: Tempolimit und Querungshilfe gefordert

Auf der Bislicher Straße zwischen der Grav-Insel und der Straße Westerheide (Bislich) sind seit 2013 mehrere Unfälle passiert. Auto- und Motorradfahrer, Radler und auch ein Rollstuhlfahrer erlitten dabei zum Teil schwerste Verletzungen.

In drei Fällen musste sogar der Rettungshubschrauber gerufen werden. Auf der nur wenige Kilometer langen Strecke gilt entweder Tempo 100 oder 70.

Dass vor allem im Bereich Bislicher Straße/Marwick, wo bei warmem Wetter täglich viele hundert Radfahrern die Straßen kreuzen, künftig maximal Tempo 50 gelten muss, darüber waren sich gestern die Mitglieder des Weseler Verkehrsausschusses einig. Gleich drei Ratsfraktionen - Wir für Wesel (WfW), CDU und SPD - hatten in den vergangenen Monaten entsprechende Anträge an die Verwaltung geschickt. Das Problem ist nur, dass die Stadt gar nicht zuständig ist für die Bislicher Straße. "Baulastträger ist nämlich der Kreis", erklärte Verkehrsdezernent Klaus Schütz (CDU). Der Wunsch nach einer Querungshilfe im Bereich des Deichradweges und der Bislicher Straße 112/114 sei bei einem ersten Ortstermin vom Kreis abgelehnt worden. "Es handelt sich schließlich hier nicht um einen Unfallhäufigkeitsschwerpunkt", betonte Schütz.

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Heinrich Awater machte als Vertreter der im Ratssaal erschienen Anwohner der Bislicher Straße in einer Sitzungsunterbrechung deutlich, wie viele Unfälle man in den vergangenen Jahren habe erleben müssen. Außerdem beklagte er, dass die zuvor von der Verwaltung genannte Zahl der Unfälle - nämlich sechs in fünf Jahren - "falsch ist". Die Polizei hatte Schütz offenbar nur die Daten für den Bereich Bislicher Straße/Marwick geliefert.

Nach längerer Diskussion fasste der Ausschuss einen einstimmigen Beschluss: Demnächst sollen sich die verkehrspolitischen Sprecher der Weseler Ratsfraktionen gemeinsam mit Vertretern von Polizei, Verwaltung und Kreis zu einem Ortstermin treffen, um eine Lösung des Problems zu finden. Dabei soll nicht nur über Tempo 50 und eine Querungshilfe gesprochen werden, sondern auch über Möglichkeiten, die Fahrbahn an geeigneter Stelle durch bauliche Maßnahmen optisch zu verengen. Klaus Schütz kündigte an, dass auf der Bislicher Straße schon bald verstärkt der Radarwagen der Stadt stehen werde.

(RP)