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Wesel: Bislicher Ex-Deponie: Neue Tore wundern den Nachbarn

Wesel : Bislicher Ex-Deponie: Neue Tore wundern den Nachbarn

Stadt lässt Ascheproben vom Sportplatz am Feldwicker Weg nehmen und bessert parallel die Anlage aus.

Als Detlef Brüggert, Anwohner des Feldwicker Wegs, gestern auf den benachbarten Bislicher Ascheplatz schaute, da traute er seinen Augen nicht. Zum einen war Thorsten Hummel vom Weseler Sportamt mit dem Experten Michael Sauerwald des Hygiene-Instituts des Ruhrgebiets (Gelsenkirchen) auf der gesperrten Sportfläche unterwegs, um Ascheproben zu nehmen. Zum anderen wurde am Torgestänge gearbeitet. Die Probeentnahme hat mit der Chrombelastung der Asche zu tun, die Brüggert unlängst beanstandet hatte. Deshalb ist der Platz auch gesperrt. Die Stadt hatte zuletzt angekündigt, ein weiteres Gutachten einzuholen und die bisherigen Analysen prüfen zu lassen.

Detlef Brüggert ist der Ansicht, dass die mit Chrom belastete Asche entsorgt werden muss. Deshalb versteht er die Arbeiten an den Fußballtoren nicht. Das sei doch rausgeschmissenes Geld. Er habe, so Brüggert weiter, mit dem Umweltbundesamt gesprochen. Wenn die Asche nicht entsorgt werde, dann werde er Anzeige erstatten, sagte der Bislicher, der weiterhin fürchtet, dass von der ehemaligen Mülldeponie unter dem Sportplatz Gefahren fürs Grundwasser ausgehen. Deshalb fordert Brüggert nun auch sogenannte Pegelrohre, um das Wasser regelmäßig untersuchen zu können. Diese Rohre sollten 15 Meter in die Tiefe gehen.

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Zum Thema Tore sagte Hummel, dass diese vom Fußballverband vor der Saison abgenommen werden. Regelmäßig setze sich Material in den verankerten Hülsen, weshalb diese aufgefüllt werden müssten, um die Höhe zwischen Boden und Querlatte zu halten. Im Fall Bislich seien zudem neue Tore nötig. "Wir haben natürlich die Hoffnung, dass wir den Sportplatz bald wieder öffnen können", sagte Hummel. Der Rasenplatz könne nicht ständig genutzt werden.

(fws)