Schermbeck: Bezahlbare Bauplätze für hiesige Familien

Schermbeck: Bezahlbare Bauplätze für hiesige Familien

Die Gemeinde Schermbeck korrigiert ihre Wohnungsbaupolitik.

Nachdem die Gemeinde Schermbeck in der Vergangenheit in der Regel die Bebauung neuer Wohngebiete privaten Erschließungsträgern überlassen hatte, hat man nun damit begonnen, eine Kehrtwendung vorzunehmen, um eigenständig eine aktive Wohnungsbaupolitik zu betreiben mit dem Ziel, die kontinuierliche Entwicklung der Gemeinde unter Anknüpfung an die Ortsansässigkeit der Einwohner zu fördern. Dadurch will man einheimischen Familien mit Kindern bezahlbare Bauplätze zur Verfügung stellen.

Einstimmig wurden in der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses Richtlinien zur Vergabe von gemeindlichen Wohnbaugrundstücken verabschiedet. Diese Richtlinien sollen jungen Familien, denen es aus finanziellen Gründen schwierig ist, Baugrundstücke auf dem freien Markt zu erwerben, helfen, Baugrundstücke zu ermäßigten Konditionen zu erwerben. Es gibt einige Voraussetzungen für eine vorrangige Bewerbung: Antragsteller können nur die Eheleute und Lebenspartner jeweils gemeinsam bzw. die allein erziehende Person sein. Die Antragsteller müssen seit mindestens fünf Jahren ununterbrochen in Schermbeck mit dem Hauptwohnsitz gemeldet gewesen sein. Wer in den vergangenen zehn Jahren nicht in Schermbeck gewohnt hat, dafür davor aber über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren, ist ebenfalls antragsberechtigt. Eine ähnliche Bestimmung gilt für Personen, die jetzt nicht mehr in Schermbeck wohnen.

Die Vergünstigung ist auch vom Einkommen abhängig. Dabei ist das Einkommen aller volljährigen und minderjährigen Personen zu berücksichtigen, die dem Haushalt angehören. Berücksichtigt werden außerdem das Vermögen, die Anzahl der Kinder und die Behinderung von Familienmitgliedern.

Die sechsseitigen Vergaberichtlinien, die zum 1. Januar 2018 in Kraft treten sollen, werden im gemeindlichen Amtsblatt veröffentlicht, das auch auf www.schermbeck.de eingesehen werden kann. Die Richtlinien sollen erstmals angewendet werden, sobald ein neues Baugebiet erschlossen wird.

(RP)