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Wesel: Bewegende Hubertusmessen gefeiert

Wesel : Bewegende Hubertusmessen gefeiert

Jagdaufseher und der Hegering Wesel feierten im Sinne ihres Schutzpatrons

Gemäß einer aus dem Mittelalter überlieferten Legende soll der heilige Hubertus während der Jagd vom Anblick eines kapitalen Hirsches mit einem Kreuz zwischen den Sprossen des Geweihs bekehrt worden sein. "Bis dahin hatte Hubertus gefrevelt gejagt, wie man es damals nannte. Das bedeutet, er hat auf alles geschossen, was ihm vor die Flinte kam. Der heilige Hubertus erinnert uns daran, dass wir nie Tiere aus Freude an der Jagd töten dürfen", erläutert Revierhegemeister Günther Bechthold. Seit dieser Zeit wird Hubertus als Schutzpatron der Jagd angesehen.

Um den 3. November feiern seitdem Jäger Hubertusmessen. Der Landesjagdverband NRW hatte aus diesem Grund jetzt 60 Jagdaufseher zum Diersfordter Schloss eingeladen. In der Schlosskapelle erwartete die Gäste das Westfälische Hornquartett mit Guillon Canos, Katja Slootmaekers und Kathrin Szasz unter der Leitung von Kristiaan Slootmaekers mit der "Grande Messe de St. Hubert" von Jules Cantin. Begleitet wurden die Bläser von Udo Flaskamp an der Orgel.

Auch die vom Hegering Wesel geschmückte Reithalle des Reitervereins Obrighoven war am Sonntag trotz des schlechten Wetters sehr gut besucht, als hier die Hubertusmesse gefeiert wurde. Reiter, Jäger, Schützen, Falkner und Hundeführer ergänzten die Kulisse. In dem Gottesdienst, der von dem Jagdhorn-Bläsercorps Wesel-Hamminkeln begleitet wurde, gingen die Redner auch auf die furchtbaren Ereignisse in Paris ein und gedachten der Toten und Verletzten.

Die "ökumenische Hubertusmesse", wie die Organisatoren vom Hegering und Reiterverein die kirchliche Veranstaltung nannten, wurde vom katholischen Pfarrer Johannes Vermöhlen sowie dem evangelischen Pfarrer und Superintendenten Thomas Brödenfeld gehalten.

(erko)