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Hamminkeln: Betuwe: Troglage bleibt zentrale Forderung

Hamminkeln : Betuwe: Troglage bleibt zentrale Forderung

Das Thema Troglage der Betuwelinie im Bereich Mehrhoog ist und bleibt zentrale Forderung Hamminkelns im Zusammenhang mit der Planung der Betuwelinie. Die tiefgelegte Bahntrasse soll Lärmschutz bei der Durchfahrt der Züge mitten durchs Dorf bewirken. Doch bisher will die Bahn nicht mitziehen, bisher ist von hohen Lärmschutzmauern die Rede. Die Troglage wäre mit 2,50 Meter hohem Schutz zu haben. Dazu und zu den Kosten hat es neue Gespräche zwischen Bahn und Verwaltung gegeben.

Im nächsten Planungsausschuss am 3. Mai wird ein Bahn-Vertreter den Stand der Dinge darlegen. Für Hamminkeln geht es auch um viel Geld. Die Übernahme der Kosten für die schienengleichen Übergänge auf dem weitflächigen Hamminkelner Gebiet steht auf dem Spiel. Bei der Stadt bleiben keine Kosten, wenn sie eine Konsenserklärung für alle Planungen zur Beseitigung der Bahnübergänge zustimmt. Tut sie es nicht, bleibt sie auf den Kosten sitzen. Es geht um acht Millionen Euro.

Hintergrund ist die Beseitigung des Übergangs Bahnhofstraße im Zuge des Betuweausbaus. Ohne die von Hamminkeln geforderte Tieferlegung will die Stadt "deutliche Verbesserungen" sehen. Sie nennt geänderte Radwegeführung, Aufzug statt Rampe zum Mittelbahnsteig und die Anbindung des Dorfplatzes an die P+R-Anlage. Doch bisherige Hoffnungen hatten sich bei der mehrtägigen Veranstaltung mit Anhörung der Anwohner im April 2016 zerschlagen. Sowohl Troglage als auch die alternativen Forderungen zur Umplanung des Bahnhofsbereiches waren von der Bahn AG abgelehnt worden.

Im Ausschuss will die Bahn aktuelle technische Erkenntnisse - auch zum Grundwasser - und Daten zu den Kosten darstellen. Dafür gibt es eine hübsch visualisierte Präsentation. Auch das alternative Bahnhofsumfeld ist Thema.

(thh)