Hamminkeln: Berufemarkt geschrumpft

Hamminkeln: Berufemarkt geschrumpft

Interessante Berufsbilder, aber insgesamt weniger Vielfalt: In der Heinrich-Meyers-Realschule Hamminkeln informierten diesmal deutlich weniger Betriebe die Schüler über Zukunftschancen und Ausbildungsinhalte.

Der mittlerweile siebte "Tag der Berufsorientierung" an der Heinrich-Meyers-Realschule in Hamminkeln war für die Veranstalter, die Auskunft gebenden Unternehmen und vor allem für die jungen Leute einmal mehr ein Erfolg. Insgesamt warben am Samstagvormittag dieses Mal aber nur rund 30 Handwerksbetriebe, Unternehmen sowie Behörden um den Nachwuchs. Im Vorjahr war es der Heinrich-Meyers-Realschule in Kooperation mit der Elternpflegschaft und dem Förderverein noch gelungen, mehr als 50 Firmen auf das Schulgelände zu locken.

Bank- oder Uhrmacherlehre ?

Lehrer Heinz Reuters und Jürgen Georgi, Vorsitzende der Elternpflegschaft, die einst die Idee zu dem Berufemarkt gehabt hatten, konnten dennoch wieder zahlreiche spannende Berufsbilder für die Messe gewinnen. Für die neunten Klassen war die Veranstaltung wie in jedem Jahr verpflichtend. Vor allem die Schüler, die kurz vor Ende ihrer Schulzeit stehen, informierten sich über Chancen und Ausbildungsinhalte.

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So zum Beispiel auch die 15-jährige Christina. Die Schülerin der Jahrgangsstufe neun hat momentan nur sehr vage Vorstellungen davon, was sie nach dem Realschulabschluss Mitte 2010 machen möchte. "Von einer bereits jetzt beginnenden Bankausbildung bis hin zur weiteren Schulausbildung ist zur Zeit noch alles möglich", sagt sie. "Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mir bei diesem großen Angebot an Berufen möglichst viel anzuhören und mitzunehmen."

Dies tat sie auch. Nach einem Gespräch mit den Vertretern der Volksbank Rhein-Lippe schaute Christina sich weiter um. Begeistert war sie vor allem vom Beruf des Uhrmachers. "Solch eine Arbeit bekommt man nicht alle Tage nahegebracht. Das war schon äußerst interessant", sagt sie.

Auch für die Unternehmer, die für gute zwei Stunden ihre Zelte aufschlugen und den mehr oder weniger freiwillig heranströmenden Schülern einen Einblick in ihre jeweilige Zunft ermöglichten, ist die Veranstaltung immer wieder spannend und abwechslungsreich. Helmut Ebbert von der Feldschlösschen-Brauerei informierte auf der Berufsmesse über die Ausbildung zum Mälzer und zur Logistik-Fachkraft und hält große Stücke auf die mittlerweile siebte Ausgabe der Messe. "Ich habe vor zwei Jahren schon einmal an selber Stelle gestanden und habe nicht eine Sekunde gezögert, als die Anfrage für dieses Jahr kam. Die Jugend ist unsere Zukunft und ich habe Spaß daran, sie über unsere tägliche Arbeit zu informieren", schilderte Ebbert.

(RP)
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