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Wesel: Bei der Inklusion in Schulen liegt noch vieles im Argen

Wesel : Bei der Inklusion in Schulen liegt noch vieles im Argen

70 Besucher bei "Werte-Werkstatt-Abend" der CDU

Im Rahmen seiner "Werte-Werkstatt" hatte der CDU-Stadtverband Wesel jetzt zu einer Veranstaltung rund um das Thema Inklusion ins Bürger-Schützen-Haus an der Rundsporthalle eingeladen. Zu Gast war Thomas Binn, Regisseur des derzeit in den Kinos laufenden Film: "Ich.Du.Inklusion".

Mit mehr als 70 Interessenten war der von Ratsfrau Daniela Staude organisierte Infoabend sehr gut besucht. Zunächst sahen sich alle den Streifen "Ich. Du. Inklusion" an, in dem aufgezeigt wird, wo der Schuh drückt und wo die Probleme der gut gedachten, aber nach Überzeugung der CDU "leider schlecht umgesetzten Inklusion" im täglichen Leben sind. Die Probleme, das zeigte der Film, sind vielfältig: Die Ausstattung der Schulen, die Anzahl der Betreuer, die Wünsche der Eltern, die Beschulbarkeit der Betroffenen, die fehlende Zeit, finanzielle Mittel und die zielgenaue Zuordnung von Lehrkräften sind einige der Hauptgründe, warum es hakt.

Interessant war auch die Sichtweise der Mitschüler, die die Problematik innerhalb eines Theaterstückes nachspielten. Unter dem Titel "Die Schule der Tiere" schlüpften die Kinder in verschiedene Rollen, wobei sie ihre Stärken und Schwächen aufzeigten und auch den Umgang mit vermeintlich Schwächeren darstellten.

Thomas Binn ist nicht nur Filmemacher und freier Autor, er ist selbst Sonderpädagoge und kann somit durchaus realistisch den Finger in die Wunde legen. Er berichtete von vielen Erfahrungen, die er während der Erstellung des Films gemacht hat. "Im Hier und Jetzt ist die Gesellschaft gefordert, daran wollen wir arbeiten", lautete der Tenor der vom Stadtverbandsvorsitzenden Sebastian Hense moderierten Diskussion, an der auch die Landtagsabgeordnete Charlotte Quik teilnahm, die zahlreiche Anregungen und Wünsche mit nach Düsseldorf nahm. So wie sie sagt, werde bereits daran gearbeitet, die Stellschrauben an Vorschriften und Gesetzen so zu drehen, dass ein besserer Umgang mit dem Thema Inklusion ermöglicht wird. "Dies kann aber noch einige Monate dauern", erklärte Charlotte Quik.

(RP)