Wesel: Baustart auf Ex-Telekom-Gelände

Wesel: Baustart auf Ex-Telekom-Gelände

Architekt und Bauträger Armin Stockhausen kündigt die Entwicklung des Areals in Schepersfeld an. Eine Vielzahl von Bauprojekten realisiert er derzeit in Wesel. Die Nachfrage sei immens.

Auf dem ehemaligen Telekom-Betriebsgelände in Schepersfeld werden in zwei bis drei Wochen die Arbeiten für den Bau von zehn Doppelhaushälften beginnen. Es sind die ersten von rund 80 Neubauten, die auf dem 18.000 Quadratmeter großen Areal zwischen Quadenweg, Schepersweg und Halterner Straße errichtet werden sollen. Geplant und vermarktet werden die zehn Häuser vom Weseler Armin Stockhausen. Der Architekt und Bauträger hat die dafür erforderlichen 3000 Quadratmeter entlang des Scheperswegs vom Bonner Investor Norbert Lahme erworben, der, wie berichtet, das Areal erschließt und die Baugrundstücke vermarktet.

Armin Stockhausen ist derzeit Wesels "Baumeister". Foto: Klaus Nikolei

Armin Stockhausen zeigt sich überzeugt, dass es nicht lange dauern wird, bis alle zehn Doppelhaushälften verkauft sind. "Die ersten beiden Interessenten stehen kurz vor dem Notartermin, die Nachfrage ist groß. Kein Wunder, denn der Standort ist ideal für Familien: Grundschule und Kindergärten sind in unmittelbarer Nähe, mit dem Auto ist man schnell auf der Autobahn und in der Innenstadt", sagt Armin Stockhausen beim Ortstermin mit unserer Redaktion. Meist seien es junge Familien mit Weseler Wurzeln oder auch Interessenten aus dem nahen Voerde, die sich für die nicht unterkellerten Doppelhaushälften auf jeweils 300 Quadratmeter großen Grundstücken (Kostenpunkt: rund 259.000 Euro) interessieren würden. Stockhausen kann sich nicht erinnern, dass sich in den vergangenen Jahren jemand aus der Generation 50 plus für ein solches Objekt interessiert hätte. "Der Trend geht eindeutig dahin, dass Paare, wenn die Kinder erwachsen sind, ihre Häuser veräußern und sich für Miet- oder Eigentumswohnungen unweit der Innenstadt interessieren."

Stockhausen spricht davon, dass 70 Prozent der Haushalte in Deutschland aus ein bis zwei Personen bestehen - Tendenz weiter steigend. Und entsprechend groß sei die Nachfrage nach Wohnungen zwischen 50 und 120 Quadratmetern. Und genau solche Wohnungsgrößen wolle er anbieten. Das ist Stockhausens Nische.

Auf der Liste seiner öffentlich geförderten Bauprojekte in Wesel stehen die Mehrfamilienhäuser am Dammweg (neun Wohneinheiten), an der Reeser Landstraße (ehemals Reifen Busch; zwei mal 18 Wohneinheiten), an der Lipperheystraße (Ex-Ellen-Key-Schule; sieben Wohneinheiten), an der Brüner Landstraße (Hausnummer 120; zwei mal 16 Wohneinheiten), am Mühlenweg (neben der früheren Grundschule; 15 Wohneinheiten) und am Hansaring (15 Wohneinheiten). Eigentumswohnungen entstehen an der Straße Am Lilienveen auf dem Fusternberg (fünf), an der Lipperheystraße (Ex-Ellen-Key-Schule; fünf) und Am Nordglacis (fünf). Außerdem befinden sich acht Eigentumswohnungen am Flamer Weg kurz vor der Fertigstellung.

Dem in Wesel gut vernetzten Bauträger werden von Maklern regelmäßig sanierungsbedürftige Einfamilienhäuser angeboten. "Diese in die Jahre gekommenen Objekte stehen meist auf viel zu großen Grundstücken, entsprechen nicht mehr den heutigen Lebensbedürfnissen und befinden sich oft in einem schlechten Zustand", sagt Stockhausen. Da sei es einfach sinnvoller, diese abzureißen und auf den Grundstücken Mietshäuser zu errichten. Eine Rechnung, die für Armin Stockhausen in aller Regel aufgeht.

(RP)